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Mehr als Schule.

Tansania-Partnerschul-Verein

September 2020 - Antworten eines Lehrers aus Wende, Njombe Tansania auf Fragen zur Coronazeit:

 

1.       Was sind Eure Erfahrungen in den letzten Monaten?

Es ist schwierig geworden, das Nötigste zum Lebensunterhalt zusammenzubekommen. Die Kinder waren 3 Monate lang nicht in der Schule und es wurde mehr gebraucht als in den Geschäften angeboten werden konnte. Wegen Corona konnte kein Warenaustausch zwischen Stadt und Land stattfinden. Von Njombe aus fuhren täglich nur 4 von 10 Bussen nach Dar-esSalaam mit wenigen Passagieren.Manche Leute zogen mit ihren Kindern von den Städten in ländliche Gebiete. Weil das Geschäftsleben so schwierig war, verloren manche ihr ganzes Geld, andere- vor allem im privaten Sektor- verloren ihre Arbeit, weil Arbeitgeber sie nicht mehr bezahlen konnten. In unserer Gegend waren die meisten, die an Corona starben, alte Leute.Manche starben aber auch vor Angst vor anderen Menschen, obwohl sie nicht Opfer von Corona waren.

2.       Kamen alle Schüler nach der Schulschließung wieder?

Waren welche angesteckt und bereitete das neue Probleme?

Ja, alle kamen wieder gemäß der Anweisungen des Gesundheitsministeriums.Bei Öffnung der Schule wurden alle getestet mit einem Instrument, das CDC heißt. Einige Lehrer hatten Seminare besucht über Hygieneregeln und andere Vorsichtsmaßnahmen. Wir hatten Glück, dass sich niemand während dieser Zeit angesteckt hatte oder gestorben war. In andern Schulen kamen viele Schüler nicht zurück. Manche wurden während der langen Zeit zu Hause wegen der wirtschaftlichen Situation der Eltern verheiratet oder sie waren schwanger geworden. Dadurch waren ihre Träume für ihre Zukunft zerstört.

3.       Haben die Schüler Schulgeld mitgebracht?

Die meisten kamen wegen ihrer Probleme ohne Schulgeld, was die Schule in eine schwierige Situation stürzte. Deshalb beschloss Wende die Einberufung einer Elternversammlung. Einige Eltern meinten wegen der langen schulfreien Zeit, von der sie geglaubt hatten, dass sie bis Dezember gehe (Anm. wie in Kenia) kein Schulgeld zahlen zu müssen. Einige Eltern schaffen es nicht, ihren Kindern Taschengeld mitzugeben. Als Wende Schüler nach Hause schickte, um Schulgeld zu holen, hielten einige Eltern sie zu Hause, obwohl die Kinder kurz vor den staatlichen Abschlussprüfungen stehen. Deshalb beschloss die Schule, sie anzurufen und für die Schlussprüfungen zurückzuholen. Ansonsten bekommt Wende große Probleme, die aber viele private Schulen haben, die den Mitarbeitern keine Gehälter zahlen können.

4.       Wie ist die finanzielle und ökonomische Situation in Njombe zurzeit?

Wegen des mangelnden Geldumlaufs können Eltern kein Schulgeld zahlen. Geschäftsleute haben Probleme und manche schließen ihre Unternehmen/Geschäfte. Aber auch die hohen Steuern der Regierung verursachen Geschäftsschließungen. Manche Eltern können nichts mehr verkaufen, weil aus Geldmangel niemand mehr kaufen kann. Die Armut macht das Leben in unserer Gegend und im ganzen Land unsicher. Die wirtschaftliche und finanzielle Situation in Njombe ist schlechter als in vergangenen Jahren. Die Menschen können nicht in ihre Heimatorte fahren, um kranke Verwandte zu besuchen. Sie können nicht ärztlich versorgt werden. Stattdessen verlassen sie sich auf die Kräuter der Heiler, die weniger teuer sind als das Krankenhaus.Manche Eltern halten wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation ihre Kinder zu Hause, während andere sie weit weg schicken, damit sie als Hausmädchen oder--jungen arbeiten können. Viele Leute haben bei der Bank zu hohen Zinsen Geld geliehen und manche können es nicht zurückzahlen, sodass ihre Häuser oder andere Besitztümer weggenommen und verkauft werden. Die Leute müssen dann wegziehen und schlafen im Busch.

Das ist die Situation der Einwohner von Njombe.

(Frau Limbach / Herr Mlewa per E-Mail)


Tansania-Verein am HvB


Seit 1992/93 verbindet Lehrer und Schüler der HvB eine Partnerschaft mit einer Sekundarschule in Tansania, bis Ende 2002 war das die Uwemba Secondary School, seit 2003 die Wende Secondary School. Die Partnerschaft wird gelebt durch Briefaustausch, Besuche hier und drüben und die Beschäftigung mit Land und Leuten in verschiedenen Unterrichtsfächern. Mit Sponsorenlauf und anderen Aktivitäten, die wir alle zwei Jahre durchführen, unterstützen wir unsere Partnerschule. Außerdem bitten wir um Spenden, damit die Schule noch weiter ausgebaut werden kann.


Spenden bitte an:


Partnerschaftsverein HvB

DE89 3708 0040 0846 5770 00

Commerzbank


Für den Tansania-Verein:

Gudrun Steinmeyer-Bartella




Unsere Partnerschule in Tansania:

Association of Retired Teachers A.R.T. Wende Secondary School

am Stadtrand von Njombe, südwestliches Hochland von Tansania, ca. 2000 m hoch


Schulträger:

Der Schulträger unserer Schule ist ein Verein ehemaliger Lehrer aus Njombe, die sich gegenseitig unterstützen und ihre lebenslange Erfahrung weitergeben wollen. Sie unterhalten eine private Grundschule und sind die Governors unserer Partnerschule, das heißt, sie kontrollieren die Finanzen, stellen Lehrer an und vertreten die Schule gegenüber den Behörden.


Jahresbericht zur Entwicklung der Schule:


Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Freunde der Wende Secondary School,


"Jambo!" - einen guten Start ins neue Schuljahr wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern des HvB im Namen des Tanzania-Partnerschaftsvereins am HvB, der seit vielen Jahren eine weiterführende Schule in Njombe unterstützt.


I. Unsere "Vorläuferschule" die Uwemba Secondary School, war eine Elterninitiativschule, auf Wunsch der Regierungin den 80iger Jahren gegründet. 1996, beim Besuch eines Lehrers des HvB hatte sie ca. 140 Schüler/innen. Anfang 2003, als sie verstaatlicht wurde, waren es ca. 600. Durch unsere Unterstützung konnte sie einen Speise-und Versammlungsraum bauen, Lehrmaterial anschaffen und Zuschüsse zum Schulgeld geben.


II. Auf Beschluss der Lehrer von Uwemba und einer örtlichen NGO wurde am Stadtrand von Njombe eine neue Sekundarschule begonnen, um Schüler/innen, die kein Anrecht auf einen staatlichen Schulplatz hatten, eine Chance zu geben. Schulträger sollte A.R.T. sein, ein Verein pensionierter Lehrer, der schon ehrenamtlich eine Grundschule betreibt. Die Dorfgemeinschaft von Njimwema stellte ein Grundstück im Busch zur Verfügung. Die deutschen Partner stimmten zu, dieses Vorhaben zu unterstützen.


Ab 2003 wurden Klassen- und Schlafräume, Lehrerhäuser, Speise-und Versammlungsraum mit Küche, Verwaltungs- Bibliothek/Computerräume, Stromanschluss, Brunnen und eine Dispensary gebaut. 2018 wurde das Internet installiert.


Finanziert wurden auf unseren Antrag hin zwei Kleinprojekte durch das BMZ und fünf weitere Projekte durch NRW. Die notwendigen Eigenbeträge wurden von den oben genannten Gruppen und durch Eigenarbeit der tansanischen Partner erbracht. Einige Gebäude konnten wir selbst finanzieren.


III. Die Entwicklung von Wende verlief wechselhaft. Während sich zu Beginn im Jahr 2004 ca. 50 Schüler/innen angemeldet hatten, stieg die Zahl in wenigen Jahren auf fast 600. Das anfangs geringe Schulgeld (in Uwemba 1996 noch 80 DM) für Unterkunft, Verpflegung, Gehälter, Steuern etc. wurde durch Inflation erheblich teurer (heute ca. 600,- Euro). Die Finanzkrise halbierte die Schülerzahl, der Bau weiterer staatlicher und privater Sekundarschulen in der Umgebung und falsches Management des Trägervereins taten ein Übriges. Der nächtliche Überfall auf Wende Ende April 2016 mit dem Tod eines Wachmannes und der Schussverletzung einer Schülerin machten den Bau einer Umgehungsmauer notwendig. Die Schülerzahl im Jahr 2018 war mit 135 zu gering um die Unkosten zu garantieren. Der jetzige Direktor, die Lehrer und andere Angestellte bemühen sich sehr, mit Kleinprojekten und dem Verzicht auf Lohn die Schule am Leben zu halten und die Schülerzahl wieder zu erhöhen. Die drei oben genannten Gruppen tragen durch Voll-und Teilstipendien für Waisen und Halbwaisen zum Erhalt der Schule bei. Dazu kommt gelegentlich ein Zuschuss für solche Schüler, die das Schulgeld nur zum Teil zusammenbekommen haben.


IV. In der Zeit von 1996 bis heute haben Besuche von Tansaniern in Deutschland und umgekehrt Verständnis füreinander gefördert. Fünf Mal konnten Lehrer aus Tansania uns und unsere Arbeit kennenlernen (Unterricht, Vorträge, Trödelverkauf etc.). Kurzbesuche einiger Kollegen in Tansania, auch einmal von Abiturienten und von 2001 bis 2014 längere jährliche Aufenthalte in Uwemba und Wende meinerseits, haben den Bau und die Entwicklung der Schule begleitet. Mobiltelefon und Internet haben im Laufe der Zeit die Kommunikation sehr erleichtert. Zur Zeit wird eine Internetverbindung für die Schule durch Spenden finanziert. Brieffreundschaften unter Schülern der deutschen und tansanischen Schulen gelangen nur für kurze Zeit. Das Internet kann da vielleicht zu einer Hilfe werden. Die Eine-Welt-AG an unserer Schule unterstützt dieses Anliegen tatkräftig.


V. Für das den Sommer 2020 war ein Besuch von Schüler*innen der Wende-School in Köln geplant, in Planung und Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation "Engagement Global", die Entwicklungsinitiativen fördert. Dazu gab es in der Organisation von Frau Blum und Herrn Bangert einige Vorbereitungstreffen mit interessierten Schüler*innen des HvB und Engagement Global. Leider verhinderte die Corona-Pandemie den Besuch aus Tansania. Nun warten wir gespannt auf 2021, ob dann der Besuch der Schüler*innen-Gruppe unserer Partnerschule stattfinden kann.


Gertrud Limbach für den Tansania-Verein

(ergänzt von V. Tegethoff)

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