Mehr als Schule.

Deutsch

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“

(Heinrich Heine)

Gegenstände des Faches Deutsch sind Sprache und Literatur. Als Fachschaft Deutsch sehen wir unsere Aufgabe darin, allen Schülerinnen und Schülern Grundlagen und Zugänge zu Sprache und Literatur zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, ihren sprachlichen Ausdruck kontinuierlich zu verbessern. Die Fachschaft Deutsch erarbeitet und bespricht auf den jährlich stattfindenden Fachkonferenzen aktuelle Themen und Bereiche des Faches.

Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreibschwächen wird auf unterschiedliche Weise Unterstützung angeboten: Am HvB werden alle 5.-Klässler im ersten Halbjahr auf eine Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) getestet und dementsprechend gefördert. Bei der Lese- und Rechtschreibdiagnose und danach bei der LRS-Förderung unserer Schülerinnen und Schüler arbeiten wir mit dem Münsteraner Lernserver zusammen, der auf Basis eines wissenschaftlich fundierten Konzepts individuelle Rechtschreibförderung und sinnvolle Hilfestellungen zum Lesen auf Grundlage einer differenzierten Fehleranalyse anbietet. Link: https://www.lernserver.de

Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“

(Groucho Marx)

Darüber hinaus werden auf Autorenlesungen, Exkursionen und kulturellen Veranstaltungen das Bewusstsein für und die Freude an Sprache und Literatur gefördert. Ein Beispiel dafür ist der Poetry Slam, der seit 2009 fest am HvB integriert ist:

Dass Gedichte nicht zwischen zwei Buchdeckeln gepresst, sondern live und lebendig vorgetragen werden sollten, zählt zu den Grundüberzeugungen der mittlerweile im deutschen Kulturbetrieb fest etablierten Poetry-Slam-Szene, die ihre Wurzeln im Green-Mill-Jazzclub im Chicago der 80er Jahre hat.

Am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium widmet sich die Arbeitsgemeinschaft „Liebe deine Sprache“ seit 2009 dem Poetry Slam. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist neben der Erstellung eigener Texte, die Einübung einer authentischen Bühnenpräsentation der selbstverfassten Texte. Der Poetry Slam findet traditionell kurz vor Weihnachten für die Schulgemeinde statt und ist seit Jahren sehr gut besucht. Unter dem Motto „Liebe deine Sprache" messen sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule am Samstag, den 09.02.2019 bereits zum 10. Mal im freundschaftlichen Dichterwettstreit.

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Ein weiteres Beispiel für eine Kulturveranstaltung aus der Fachschaft Deutsch am HvB ist der Kurzgeschichtenwettbewerb „Mitschreibgelegenheit“. Dieser findet seit einigen Jahren am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium statt und gehört zum festen Bestandteil unseres literarischen Kulturprogramms.

Zu wechselnden Themen schreiben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-Q2 einmal im Schuljahr Kurzgeschichten, die maximal 300 Wörter zählen dürfen und reichen diese bei einer aus Schüler, Eltern und Lehrern bestehenden Jury ein. Eine Auswahl der besten drei Werke aus jeder Jahrgangsstufe wird am Abend der Präsentation im Thessarium vorgelesen und anschließend prämiert. Ein musikalisches Rahmenprogramm rundet den Kurzgeschichtenwettbewerb ab.

Schwerpunkte der Arbeit im Deutschunterricht

Sekundarstufe I (Klassen 5 ? 9)

„Das wahre Ziel des Buches ist, den Geist hinterrücks zum eigenen Denken zu verleiten."
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Grundlage des Deutschunterrichts ist der Kernlehrplan für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums ? Sekundarstufe I (G8) von 2007 in Nordrhein-Westfalen. Inhaltlich wird entsprechend der Rahmenrichtlinien, unterrichtet, die didaktische Arbeit ist kompetenzorientiert. Darin gehen vier Kompetenzbereiche auf:

Sprechen, Zuhören, Schreiben / Lesen - Umgang mit Literatur/ Nachdenken / über Sprache / Arbeitstechniken

[Link zu SILP Sek. I]

Während der Sekundarstufe I erarbeiten, interpretieren und analysieren die Schülerinnen und Schüler die Textsorten Märchen, Fabeln, Balladen, Kurzgeschichten, Gedichte, Jugendromane, Erzählungen, Novellen, Sachtexte (kontinuierlich und diskontinuierlich) sowie dramatische Texte. In die Arbeit an diesen Texten werden auch regelmäßig kreative Aufgaben integriert. Ein weiterer fester Bestandteil unseres kulturellen Schullebens ist der Vorlesewettbewerb der fünften Klassen. In einer Abendveranstaltung treten die drei besten Leserinnen und Leser aus jeder Klasse gegeneinander an. Sie stellen dem Publikum einen Ausschnitt aus ihren Lieblingsbüchern vor und werden von einer unabhängigen Jury bewertet. Wer liest am fesselndsten? Wer begeistert die Zuschauer am meisten? Wer liest so gruselig, dass bei den Zuhörern eine Gänsehaut entsteht? Musikalisch untermalt wird dieser Abend durch Musikbeiträge von Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen.

[Foto des Vorlesewettbewerbs]

Durch die Analyse und Interpretation der oben genannten Textsorten entwickeln die Kinder und Jugendlichen ein Bewusstsein für die historische Entwicklung des Sprachgebrauchs sowie für eigene Sprachmuster. Darüber hinaus erfahren die Schülerinnen und Schüler, inwieweit der Umgang mit unseren Mitmenschen durch Sprache geprägt ist, und erkennen dadurch, dass die eigenen Handlungsmöglichkeiten durch einen bewussten Sprachgebrauch erweitert werden.

Grammatik wird nicht um ihrer selbst willen gelernt, sondern in ihrer Bedeutung für gelingende schriftliche und mündliche Kommunikation. So wird beispielsweise der Konjunktiv im Zuge der Unterrichtseinheit zur Inhaltsangabe als Mittel der Redewiedergabe wiederholt, um den Lernenden das Verfassen sprachlich korrekter und stilistisch ansprechender Inhaltsangaben zu erleichtern. Doch auch die Arbeit an Balladen bietet eine Möglichkeit, grammatische Phänomene integrativ zu vermitteln.

Sekundarstufe II (Oberstufe)

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

(Franz Kafka)

Die Oberstufe ist in die Einführungs- und Qualifikationsphase aufgeteilt. Grundlage für die Arbeit im Fach Deutsch ist der Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen 2014.

Der Lehrplan unterteilt sich in Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder. Bei den Kompetenzbereichen werden Produktion (Sprechen und Schreiben) sowie Rezeption (Lesen und Zuhören) voneinander unterschieden. Daneben gestellt werden die Kompetenzbereiche Reflektieren und Beurteilen. Die Inhaltsfelder umfassen Sprache und Texte, Kommunikation und Medien.

Einführungsphase

Im Deutschunterricht der E-Phase (EF) geht es darum, die bisherigen Inhalte des Deutschunterrichts zu vertiefen, in das wissenschaftliche Arbeiten einzuführen sowie Arbeitstechniken zu vermitteln, die für den weiteren Umgang mit Literatur wesentlich sind.
Im Rahmen der Halbjahresthemen „Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft" sowie „Kommunikation und Identität“ werden die Gattungen Lyrik, Drama und Epik (Roman des 20. / 21. Jahrhunderts) erarbeitet. Am Ende des Schuljahres erfolgt die Zentrale Klausur (Standardsicherung NRW).

[Link zu SILP EF]

Qualifikationsphase

Die Verbesserung der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Sprache und Literatur steht auch im Deutschunterricht der Qualifizierungsphase im Mittelpunkt.

Im Bereich „Mündliche und schriftliche Kommunikation" geht es dabei um schriftsprachliche Methoden der Textinterpretation, der Erörterung und der schriftlichen Stellungnahme, die auch orthographisch und grammatikalisch den vorgegebenen Normen entsprechen.

Im Arbeitsbereich „Reflexion über Sprache" werden Grundkategorien der Redeanalyse ebenso behandelt wie Grundkenntnisse zum Verhältnis von Sprechen und Denken; außerdem werden Einblicke in die Entwicklung der deutschen Sprache bis zur Gegenwart vermittelt.

Der Bereich „Umgang mit Texten" wird maßgeblich durch die für das Zentralabitur in NRW des jeweiligen Jahres vorgegebenen Inhalte [Link zu https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/uebersicht/] vorgegeben.

Dabei werden die literarischen Epochen von Barock bis unmittelbarer Gegenwart an ausgewählten Beispielen aus Dramatik, Epik und Lyrik vorgestellt und erschlossen. Darüber hinaus geht es im Deutschunterricht der Oberstufe auch um Methoden zur Erschließung von Sachtexten sowie um einen kompetenten und angemessenen Umgang mit Medien.

„Lies, um zu leben.“ (Gustave Flaubert)

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