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Videospiele und Medienpädagogik
Retro Special: The Story of Final Fantasy 02.04.2011

Am 09.März 2010 erscheint der heiß ersehnte 13. Teil der Final Fantasy Saga in Europa.
In Japan ist das Spiel seit Dezember 2009 auf dem Markt.
Die Final Fantasy Serie hat mittlerweile weltweiten Erfolg und auf zahlreichen Konsolen Ableger veröffentlicht. Vom Super Nintendo, über die Playstation bis zur Xbox 360.
Die Spiele zeichnen sich durch ihre meist komplexe Handlung aus, welche meist recht einfach gestrickt beginnt, dann aber voller Wendungen und Überraschungen steckt. Aspekte wie Liebe, Verrat, Intrigen oder Habgier spielen oft eine große Rolle. Die Besonderheit ist, dass, obwohl jeder Titel den Namen Final Fantasy trägt, es keine durchgehende Handlung gibt.
Jedes Spiel hat eine abgeschlossene Handlung und spielt in einer anderen Welt;  bis auf einige Spin-off Ausnahmen (Final Fantasy X-2, Crisis Core: Final Fantasy VII oder Final Fantasy XII: Revenant Wings).


 

Die Anfänge
1987 erschien mit Final Fantasy (damals noch unter dem Label „Squaresoft“, heute „Square Enix“) auf dem Nintendo Entertainment System (kurz NES) ein Rollenspiel in Japan, welches den Grundstein für eine der erfolgreichsten Spielereihen überhaupt legen sollte.
Doch von aufwändigen Cut Scenes, tiefgründiger Storyline, lebhaften Charakteren, Chocobos & Co konnte noch keine Rede sein.
Nein, die Charaktere hatten noch nicht einmal Namen, sondern waren nur in sechs unterschiedliche Klassen unterteilt. Auch die Story war schnell erzählt:
Vier Krieger des Lichts zogen hinaus in die Welt, um mystische Kristallschreine, die alle einem der vier Elemente zugeordnet waren, von fiesen Monstern zu befreien und eine uralte Prophezeiung zu erfüllen. Doch gab es bereits den Oberdrachen Bahamut zu bestaunen und man konnte per Luftschiff reisen. Kaum ein Jahr später erschien in Japan der zweite Teil. Nun fanden auch andere grundlegende Elemente ihren Weg ins Spiel. So gab es zum ersten Mal einen Luftschiffkapitän namens Cid. Seitdem erscheint in jedem Final Fantasy eine Figur, welche im Zusammenhang mit der Luftschifffahrt steht und diesen Namen trägt. Auch gab es zum ersten Mal die knuffigen Chocobos zu sehen, welche von den Bewohnern meist als Reit- und Lasttiere genutzt werden.
In diesem Teil bekommen die Protagonisten zum ersten Mal eine Persönlichkeit;
Die Eltern der vier Geschwister Firion, Guy, Maria und Leon, kommen durch die Schreckensherrschaft des Imperiums Palmecia um. Die vier Kinder schließen sich daraufhin einer Rebellengruppe an und kämpfen gegen das Imperium.

Heute erscheinen die beiden ersten Teile, welche 2003 in den Final Fantasy Origins für die Playstation neuaufgelegt wurden, durch die langsame Spielweise und die unzähligen Zufallskämpfe veraltet und sind wohl eher für Sammler interessant.
Doch der kommerzielle Erfolg der ersten beiden Teile, ebnete den Weg für eine glorreiche Zukunft…


Teil III und die Siegesserie des SNES
Mit dem dritten Teil erschien 1990 das letzte Final Fantasy für das Nintendo Entertainment System (NES).
Wo Final Fantasy II noch eine komplexe, bewegende Hintergrundgeschichte hatte, setzte  man wieder auf das Schema des Erstlings: namenlose Helden und eine banale Geschichte.
Doch die Stärken des dritten Teils lagen in der Präsentation und dem neuartigen Job-System. Zum ersten Mal konnten die Charaktere Berufe erlernen, die vollkommen unterschiedliche Aspekte aufwiesen. Man hatte die Wahl unter anderem zwischen Magier, Mönch, Dieb, Wikinger, Ninja oder Beschwörer.
Mit dem Beruf des Beschwörers ging auch erstmalig die Möglichkeit einher, mächtige Wesen zu beschwören, die die Helden im Kampf unterstützen sollten. 2007 erschien eine aufgearbeitete Version für den Nintendo DS, das Original wurde damals nur in Japan veröffentlicht.

1991: Der Nachfolger des NES, das Super Nintendo Entertainment System (kurz SNES) war noch nicht lange auf dem Markt, da zauberte Squaresoft sein neuestes Abenteuer der finalen Fantasie in die Hände der wartenden Spielergemeinschaft.
Das SNES ermöglichte es dem Spiel, erneut einen technischen Fortschritt zu machen und somit die Geschichte besser zu visualisieren.  Erstmals spielt der Spieler keinen strahlenden und heroischen Krieger sondern einen von Selbstzweifeln und Gewissenskonflikten geplagten Ritter.  Cecil Harvey, so der Name der Hauptperson, ist der Anführer einer Gruppe von Elitesoldaten, die dem Königreich Baron dienen.
Cecil wird jedoch von seinem König während einer Mission verraten und wendet sich somit gegen seinen Herrscher. Mit einigen auf seiner Reise getroffenen Mitstreitern macht er sich auf, die Machenschaften des machthungrigen Königs aufzudecken.
Eine weitere Neuheit barg das Kampfsystem ATB (Active Time Battle). Jeder Charakter verfügte über eine Zeitleiste. Mit der Zeit füllte sich diese Leiste, und  war diese voll, konnte die Spielfigur eine Aktion ausführen. Diese neuartige Kampftechnik bot neue taktische Aspekte und wurde seitdem in allen späteren Final Fantasy Teilen, bis einschließlich  Teil IX verwendet, obwohl das Kampfsystem ständig modifiziert und erweitert wurde. Auch der IV. Teil wurde neuaufgelegt: 2006 erschien eine erweiterte Fassung für den Gameboy Advance, 2008 wurde ein erneutes Remake für den Nintendo DS veröffentlicht.

Kurios: In Japan erschien eine vereinfachte Form des Spiels (Easytype), welches in den USA unter dem Name Final Fantasy II erschien, da zur damaligen Zeit nur Teil I in den USA veröffentlicht worden war.


FF V  und das Final Fantasy der Herzen / Teil VI
Final Fantasy V * stand erneut im Zeichen der Kristallmächte, ähnlich der Geschichte in Teil I und III. In Final Fantasy V gab es ebenfalls keinen erkennbaren Hauptcharakter. Die Truppe um die Helden Lenna, Bartz, Faris, Galuf und Cara, zeigte, dass alle Charaktere für die Geschichte gleich wichtig waren.
Außerdem feierte das Job-System sein Comeback (eingeführt in Teil III), diesmal mit insgesamt 25 unterschiedlichen Jobs. Diese konnten gewechselt  und die erlernten Fähigkeiten sogar kombiniert werden. Beim Kampfsystem setzte man erneut auf das Active Time Battle System (ATB).
Zum ersten Mal mussten in den Dungeons auch kleine Rätsel gelöst werden, als kleine Abwechslung gegen den Monsteralltag. Der V. Teil legte mehr Wert auf eine frei erkundbare Welt und wartete mit einigen Nebenaufgaben und Dungeons auf. In diesen Zusatzdungeons traf man häufig auf so genannte Omega und Shinryu (Götterdrachen) Bossgegner.
Diese optionalen und sehr schweren Gegner fanden auch in späteren Final Fantasy Teilen ihren Weg als soggenannte Weapons.
Technisch zeigte Final Fantasy V, dass die Serie den Sprung in die 16-Bit Zeit geschafft hatte, in Sachen Grafik und Sound.

*    (Japan 1993, USA 1999 in Final Fantasy Anthology (Playstation), Europa 2002 in Final Fantasy Anthology (Playstation), USA 2006 Remake (Gameboy Advance), Europa 2007 Remake (Gameboy Advance))

Mit Final Fantasy VI * (1994) landeten die Entwickler von Squaresoft ihren damalig wohl größten Erfolg. Somit auch eine letzte Ehre für Nintendo, denn dies war der (bisher) letzte Hauptteil der Serie, der für eine Nintendo Konsole entwickelt wurde, von Remakes alter Klassiker mal abgesehen. Doch was machte gerade den sechsten Teil so besonders?
Die Geschichte handelt, ähnlich wie in FF V, von  mehreren Hauptfiguren.
Zu anfangs lernt man die Heldin Terra kennen, die in einer Welt lebt, in der sie aufgrund ihrer magischen Begabung verfolgt und gejagt wird. Doch um sich gegen das teuflische Imperium unter Imperator Gestahl und seinem General Kefka zur Wehr zu setzen, stehen ihr einige Gefährten zur Seite. unter anderem Locke und Celes, zwischen denen sich im Laufe des Abenteuers eine Liebesgeschichte entfaltet. Celes wird sogar später selbst zur Hauptfigur, da sich die Gruppe auch mal trennt und ihr nur mit bestimmten Charakteren unterwegs seid.
Gestahl sucht, getrieben von Machthunger nach den geheimnisvollen Espers, die allerdings seit Tausend Jahren ausgestorben sein sollen, jedoch eine unglaubliche magische Macht besitzen sollen.
Insgesamt stehen euch bis zu 14 Gefährten zur Seite, um den Imperator und seine Schergen aufzuhalten.
Doch jeder Charakter hat seine eigene Geschichte und hebt sich von den anderen ab. So werden die Personen lebendiger, denn sie machen auch Fehler oder zeigen Emotionen.
Die Story behandelt aber auch, neben den mythischen Götterwesen und übernatürlichen Kräften, reale Themen wie Liebe, Habgier oder Suizid.

* In den USA Final Fantasy III, da die Original Teile II, III und V dort noch nicht erschienen waren


Sephiroth und Emo Helden
Zehn Jahre nach dem ersten Teil erschien im Jahre 1997 mit Final Fantasy VII wohl der bekannteste und beliebteste Teil der Saga.
Doch dies zum ersten Mal nicht auf einer Nintendo Konsole, sondern auf Sonys Playstation. Damit war wohl auch die Niederlage des N64, gegenüber der Playstation besiegelt, auf dem das Spiel eigentlich veröffentlicht werden sollte, doch aufgrund der aufwändigen Produktion nicht auf eine Cartridge passen konnte.
Die Geschichte um den jungen innerlich zerrütteten Cloud, die Blumenjungfrau Aerith und ihre restlichen Kumpanen, die quirlige Yuffie, der schweigsame Vincent oder der aufbrausende Cid, schlägt einen neuen Weg in der Erzählweise von Final Fantasy ein.
Die damals famose Optik der leistungsstarken Playstation machte es möglich, „aufwändige“ Zwischensequenzen zu zeigen und somit die Geschehnisse deutlich dramatischer erscheinen zu lassen, statt durch leblose Textboxen.
Auch wurde mit dem VII. Teil der wohl beliebteste Bösewicht der Videospielgeschichte geboren: Sephiroth, der abtrünnige Elitesoldat, der seinen eigenen Rachefeldzug gegen die Firma Shinra und alle anderen führt, die sich ihm in den Weg stellen.
Legendär bleibt die Szene in der Sephiroth die unschuldige Aerith umbringt und somit eine so gewaltige Abneigung gegen sich in den Spielern weckt, dass der finale Bosskampf lange Zeiten in Erinnerung bleiben wird.
Auch 13 Jahre nach dem Release wird der VII. Teil aufgrund seines bahnbrechenden Erfolges weiter als aktives Franchise gehandelt:
Mit der Compilation of Final Fantasy VII erschienen neben den aufwändigen CGI Movies Advent Children & Advent Children Complete, ein Prequel für die PSP (Crisis Core: Final Fantasy VII; erzählt die Geschichte um den jungen Zack der sich der Eliteeinheit S.O.L.D.I.E.R. anschliesst), ein Sequel für die Playstation 2 (Final Fantasy VII - Dirge of Cerberus; aus der Sicht von Vincent Valentine)  und einige Handygames (z.B. Before Crisis was die Geschichte um die Geheimorganisation der Turks erzählt).
Bis zum zwanzigsten Jahrestag des Spiels will Square Enix weiterhin an neuen Produkten für die Compilation arbeiten.

Da Final Fantasy VII einen hohen kommerziellen Erfolg hatte und sich großer Beliebtheit unter Fans und Kritikern erfreute, entschied man sich bei Squaresoft der Marke Sony treu zu bleiben. So kam im Jahr 1999 der VIII. Teil ebenfalls für die Playstation auf den Markt.
Mit diesem Spiel verließ man die Pfade der Knuddel Optik und überzeichneten Charakteren und schlug einen deutlich erwachseneren Weg ein.
Der Hauptcharakter Squall Leonhart (kurz: Leon), gehört zu einer Söldnereinheit und wird damit beauftragt, die gefährliche Hexe Edea zu eliminieren.
Doch der vermeintlich einfache Auftrag entpuppt sich als gewundener Pfad voller tödlicher Gefahren und lässt den Hauptcharakter während seiner Reise deutlich wandeln.
Die Reise führt die Heldentruppe sogar in den Weltraum in ferne Galaxien und ist deutlich futuristischer als die meisten anderen Geschichten.
In diesem Teil liegt sehr viel Augenmerk auf der Entwicklung von Leon, die vor allem durch die Rebellin Rinoa Heartilly, zu der Leon sich während seiner Abenteuer unbewusst hingezogen fühlt, beeinflusst wird.
Das Kampfsystem und die Spielmechanik machen vieles anders als die meisten Vorgänger:  So gibt es kein Geld mehr nach erfolgreichen Kämpfen, stattdessen erhält man einen festen Soll. Man erhält keine neuen Ausrüstungsgegenstände, die bestimmte Werte beeinflussen. Die Waffen der Charaktere sind einzigartig und können nicht ausgetauscht, aber modifiziert werden.
Mithilfe soggenannter Guardian Forces kann man besonders mächtige Wesen beschwören, die extrem starke Attacken vom Stapel lassen. Außerdem ermächtigen erst die Guardian Forces die Figuren Magie, zu nutzen, in dem sie diese an sich koppeln.
Auch die technische Seite hat Final Fantasy VIII ausgezeichnet, die imposanten Rendersequenzen und die nicht minder schlechte Spielgrafik waren zur damaligen Zeit unübertroffen.


Die jungen Wilden
Wir schreiben das Jahr 2000: Die Ära der ersten Playstation neigt sich dem Ende zu, doch  erscheint mit Final Fantasy IX das dritte und letzte FF für den grauen Sony Kasten.
Im Gegensatz zum Science Fiction-lastigen Hintergrund von Final Fantasy XIII hat man für Teil IX erneut auf einen Mix aus mittelalterlichem Ritter Flair, Steampunk und Knuddel Look gesetzt.
Der junge ungestüme Zidane, seines Zeichens Dieb trifft in einer schicksalhaften Nacht auf Prinzessin Garnet, die er zusammen mit seiner Diebesbande aus dem königlichen Palast entführen soll.
Doch die Prinzessin leistet keinen Widerstand, sondern schließt sich vielmehr der Gruppe an und flieht mit ihnen aus dem Schloss.
Denn sie vermutet, dass etwas böses mit ihrer Stiefmutter, der Königin vor sich geht und will dem auf den Grund gehen.
Im Laufe des Abenteuers entwickelt sich eine Romanze zwischen Zidane und Garnet.
Ihr trefft zudem auf viele einzigartige Gefährten wie den grummeligen Leibwächter von Prinzessin Garnet, Steiner, der sich fortan mit Zidane streitet, da dieser ja die Prinzessin entführen wollte. Oder der tollpatschige Schwarzmagier Vivi der auf der Suche nach sich selbst ist.
Final Fantasy IX entstand unter dem Motto „back to the roots“ und nimmt sich ein Beispiel an den alten Teilen für NES und SNES. So sind die Charaktere zwar nicht veränderbar, aber sie ähneln dem alten Berufesystem aus Final Fantasy III & V. Zidane ist ein Dieb, Vivi bekleidet das Amt des Schwarzmagiers und Garnet ist eindeutig eine Weißmagierin. Sogar die Kleidung weist auf die Klassenzugehörigkeit hin, so trägt Garnet bei ihrer Flucht aus dem Schloss eine weiße Robe mit roten Verzierungen an den Rändern, was auf die typische Weißmagier Bekleidung, im Final Fantasy Universum verweist.
Ebenfalls gibt es Ähnlichkeiten mit dem Stil von Final Fantasy VI, da auch in Teil IX auf ein Steampunk Setting zurückgegriffen wird.

Nur ein Jahr später, im Jahr 2001 erscheint für die neue Playstation 2 Final Fantasy X.
Mit dem 10. Teil ist die Serie nicht nur im zweistelligen Bereich angekommen sondern verändert sich rigoros.
Zum ersten Mal ist ein Spiel der Serie synchronisiert worden, große Teile des Spiels sind in Echtzeit berechnet und die Spielwelt ist mit keiner anderen Welt zu vergleichen.
Der Planet Spira beheimatet die unterschiedlichsten Lebewesen. Die Menschen die auf diesem Planeten leben sind alle sehr religiös und sowohl die Kultur als auch die Lebensweise ist eher asiatisch angehaucht. Zum einen ist der Planet sehr ursprünglich mit einer beeindruckenden Naturwelt, zum anderen gibt es riesige Luftschiffe und mächtige Städte.
Der Protagonist ist der junge Tidus, ein selbstbewusster, liebenswerter, aber doch großmäuliger Blitzball Spieler, die bekannteste Sportart auf dem Planeten, eine Art Fußball die unter Wasser gespielt wird.
Er ist ein Bewohner der Stadt Zanarkand welche nach einem Angriff der geheimnisvollen Kreatur Sin zerstört wird. Als Tidus erwacht findet er sich auf einem Schiff wieder und als er der Besatzung erklärt wo er herkommt lachen diese ihn bloß aus: Zanarkand ist nämlich seit ewiger Zeit untergegangen.
Auf seiner Reise durch eine Welt, die nicht seine zu sein scheint, trifft Tidus die junge Yuna. Ein Medium, das durch die Welt reist, um das Wesen Sin aufzuhalten.
Die Welt Spira lebt in ständiger Angst vor dieser Bedrohung und überall sind Spuren der Zerstörung durch Sin zu sehen. Tidus schließt sich Yunas Leibgarde an und zieht mit ihr und ihren Kameraden durch das Land.
Dabei entwickelt sich eine enge Beziehung zwischen Yuna und Tidus, die durch Ereignisse innerhalb der Handlung immer wieder auf die Probe gestellt wird.
Die Geschichte um Final Fantasy X ist sehr mysteriös und voller Wendungen und gibt erst zum Schluss die ganze Wahrheit preis. Doch setzt sie in Sachen Dichte, Erzählweise und Atmosphäre Maßstäbe für die Serie. Auch spielen in diesem Teil die Beschwörungen (Aeons) eine größere Rolle. So setzen sie nicht nur eine große Attacke frei, sondern bleiben einige Zeit lang an der Seite des Spielers und unterstützen ihn.
Zum ersten Mal seit Teil IV wurde nicht das ATB-System genutzt sondern ein strikt rundenbasiertes Kampfsystem genutzt, allerdings konnte man während des Kampfes die Partymitglieder austauschen.
Die Charakterentwicklung wurde durch das soggenannte Sphärobrett geregelt, eine Art Spielbrett auf dem Sphere-Points verteilt wurden um neue Fähigkeiten zu erlernen.

Zwei Jahre später wurde zum ersten Mal in der Final Fantasy Geschichte ein Teil der Serie fortgesetzt; mit Final Fantasy X-2 erschien ein Nachfolger der die Geschichte um Yuna und zwei ihrer Freundinnen erzählt, die auf der Suche nach dem verschollenen Tidus sind.
Der zweite Teil erscheint deutlich poppiger und schneller, vor allem durch die stark veränderte Titelheldin. Yuna hat scheinbar ihr Medium Outfit an den Nagel gehängt und ist nun zum Pop Star in Spira avanciert.
Mit X-2 kam auch das ATB-System wieder zum Einsatz, um die Kämpfe schneller zu gestalten und ein modifiziertes Job System wurde eingeführt um darüber hinwegzutäuschen das es nur 3 wählbare Charaktere gab.


Das neue Gesicht
Dann wurde es lange Zeit still um die Final Fantasy Serie, erst im Jahr 2006 meldete sich Square Enix mit Final Fantasy XII für die Playstation 2 zurück.
Die Handlung führte den Spieler in die Welt Ivalice, die manch einem aus dem Playstation Klassiker Vagrant Story oder dem Taktik Rollenspiel Final Fantasy Tactics bekannt sein könnte. Das Land Dalmasca wird von dem Archadischen Imperium unterworfen und tyrannisiert. Prinzessin Ashe ruft zur Rebellion auf und versucht das feindliche Imperium mithilfe des Protagonisten Vaan zu stürzen.
Final Fantasy XII wirkt deutlich düsterer als die Vorgänger, kann allerdings keine richtige Bindung zwischen Spieler, Handlung und den Charakteren aufbauen.
Obwohl die Welt in sich stimmig wirkt und die Story fesselnd ist, wirken die Charaktere ein wenig farblos und heben sich nicht deutlich voneinander ab.
Doch in anderer Hinsicht fällt dieser Teil auf, denn er bricht mit der Tradition der Zufallskämpfe und lässt die Gegner stattdessen frei über die Landkarte laufen.
Es gibt auch keinen separaten Kampfbildschirm mehr. Das Kampfgeschehen läuft jedoch nicht in Echtzeit ab, sondern in einer Art aufgemotztem ATB-System, der Active Dimension Battle Licence. Ebenfalls neu ist das Gambit System, welches es dem Spieler erlaubt, die Gefährten nach eigenen spezifischen Vorgaben automatisch agieren zu lassen.
So attackieren sie zum Beispiel nur das Ziel des Hauptcharakters, bewirken spezielle Zauber, wenn der Feind weit entfernt ist oder heilen Verbündete, wenn diese wenig Lebenspunkte haben.



(Anm. d. R.: Die Releasedaten beziehen sich auf Japan, außer es wird auf das Land hingewiesen.)

                                                                                                          (mh)
 

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