Es ist die lustige Geschichte von Handwerker-Meistern aus Buttermilchshausen, die vor ihrem noblen, aber nicht sehr intelligenten Herzog Sigismund von und zu Ochsenstedt, der Herzogin und dem Minister ein Theaterstück aufführen wollen. Dazu hat der Frisör und Dichter Peter Squenz die alte Geschichte von Pyramus und Thisbe in eine Tragödie umgedichtet. Diese grausige Tragödie spielen die unbeholfenen Handwerker nun auf sehr komische Weise vor.
Die 7d hat gleich mit doppelter Mannschaft geprobt, damit jeder teilnehmen konnte und für alle Fälle ein Ersatzpartner zur Verfügung stand. Auch Beleuchter, Requisiteur, Souffleuse und Regisseur waren intensiv bei der Arbeit gefordert.
Die anstrengende Probenarbeit hat sich gelohnt, beide Aufführungen waren ein voller Erfolg, das Publikum klatschte begeistert und bedauerte, dass es nicht noch eine dritte Version gab.
Zum Nachlesen:
Pyramus und Thisbe sind ein babylonisches Liebespaar, welches sich aufgrund der Feindschaft seiner Eltern nicht sehen darf. Die einzige Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, stellt ein Spalt in einer Wand dar, die die Mitte der Häuser bildet, in denen auf der einen Seite Pyramus mit seinen Eltern und auf der anderen Seite Thisbe mit ihren Eltern leben.
Nach längerer Zeit vereinbaren Pyramus und Thisbe ein nächtliches Treffen unter einem Maulbeerbaum, um Babylon für immer hinter sich zu lassen. Thisbe, die früher als Pyramus bei dem Maulbeerbaum eintrifft, flüchtet vor einer Löwin, die an einer Quelle trinkt und vom Fressen gerissenen Viehs noch ein blutiges Maul hat. Dabei verliert Thisbe ihren Schleier, der von der Löwin zerrissen und mit Blut beschmiert wird.
Als Pyramus erscheint, findet er den zerrissenen, blutgetränkten Schleier und nimmt an, dass Thisbe von der Löwin getötet worden sei und stürzt sich daher unter dem Maulbeerbaum in sein Schwert. Als Thisbe zurückgekehrt war, findet sie den sterbenden Geliebten, ist überwältigt von ihren Tränen und ihrer Liebe und stürzt sich ebenfalls in dessen noch warmes Schwert. Als Pyramus sich selbst richtete, wurden die Wurzeln des Maulbeerbaums mit seinem Blut benetzt. Die Maulbeeren, die bisher weiß waren, haben von nun an eine rote Färbung. Sie blieben immer dunkel als Zeichen der Trauer. Die Eltern beider Liebenden ließen die Asche des unglücklichen Paares in dieselbe Urne füllen, um ihren Wunsch zusammen zu sein zu erfüllen.
Motive der Geschichte wurden von Shakespeare in seinem Theaterstück „Romeo und Julia“ als Tragödie, in „Ein Sommernachtstraum“ als Parodie verarbeitet. (M. Poethen)
| Datum: | 01.03.2011 |
