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Karneval
Himmlisch jecke Pänz - höllisch gute Stimmung 20.02.2009

Himmlisch jeck mit Wolken, Engeln und bunten Masken hatten die Kunstkurse die HvB-Aula dekoriert. Da fühlten sich nicht nur die Engel wohl, sondern es spingsten auch die Teufel herein...

Kurzerhand wurden die 11 kölschen Grundgesetze zu jecken Stellvertretern der 10 Gebote und es bekehrten sich die unterirdischen und überirdischen Kräfte gegenseitig mit einer himmlisch feurigen Karnevalssitzung zum kölschen Fastelovend. Denn die Symbiose von Katholizismus und Karneval ist schließlich in Köln noch nie ein Paradoxon sondern vielmehr Grundlage der kölschen Lebensart gewesen. Das bringt auch der neue Karnevals-Gospel-Hit der HvB Big Band zum Ausdruck, der natürlich auch diesmal vom einzig singenden Kölner Hausmeister Udo Oszmella geschmettert wurde: Wenn in Köln ein Mann im Ornat und roten Schuhen mit einer Prozession durch die Stadt zieht, weiß man nie so genau, ob es nun Kamelle regnet oder Weihrauch gespendet wird. Die Hauptsache ist schließlich, dass die Stimmung gut ist. Dafür sorgten neben der furiosen Band mit ihrem Hausmeister zahlreiche Schüler und Lehrer. Bevor der 11-köpfige Engelrat, in den sich ein Teufel geschlichen hatte, das Programm eröffnete, gab es einen Prolog der Klasse 5b mit zirkusreifen Tricks und Akrobatik und danach ging es mit einem Piratentanz der Klasse 5c weiter. Selbst bis in den Dschungel wurde der Fastelovendbazillus verbreitet. Eine tänzerische und gesangliche Meisterleistung boten die Neuntklässler Tracy, Rojan, Sofia und Vera, die aber zum Leidwesen ihrer männlichen Mitschüler in ihr Radio verliebt sind. Vielleicht sollten die Jungs einfach warten, bis Elena und Vivian aus der 6a ein wenig älter sind, denn die interpretierten mit einem selbst verfassten karnevalistischen Text Rihanas Hit Disturbia, so dass in der Aula richtig die Post abging. Dass dies auch im Unterricht der Fall sein kann, zeigte der Deutsch LK der Jahrgangsstufe 12, der äußerst lebensecht die fachlichen und edukativen Mundwinkel- und Aerobicübungen ihrer Lehrkörper parodierten. Dafür dass dies so bleibt, sorgten die operativen Eingriffe der Rundumerneuerung der Lehrer, die die Schüler mit pflanzlichen und hölzernen Betäubungsmitteln vorbereiteten. Aber für mehr reicht eben das Geld nicht aus; denn inzwischen überfallen die Banker ja sogar die Schulen, wie die Klasse 7a in ihrer Parodie auf einen Hit der EAV aus den achtziger Jahren darstellte. Wie selbst Mathematikunterricht höllisch Spaß machen kann, bewiesen Schüler der 6a gemeinsam mit Oberstufenschülern und Lehrern im Matherap. Einblick nehmen konnte man in den Verlauf einer Musikstunde oder aber in die Erlebnisse, wenn die 6d mit der  Kölner-Verkehrs-Behinderung zur Schule fährt und Django in den Bus einsteigt. Darüber schmunzelte auch Paul Bong, der im Namen des Festkomitees Kölner Karneval wieder eine dicke Spende aus dem Topf der Nachwuchsförderung überreichte.  Zum Überkochen erhitzte sich der Aula-Hexenkessel, als Johann, Gaitan und Alan mit ihrer Mischung aus Hip-Hop und Breakdance ihr artistisches und tänzerisches Können demonstrierten. Daran hatte dann auch der Elferratsteufel seinen Spaß, schwor der Hölle ab und verbündete sich kurz vor dem Ende der Sitzung mit dem alten und neuen Kölner Fußballgott Poldi, weil er sich freute, dass dieser aus dem weiß-blauen Himmel der Bajuwaren, der für jeden Fußballfan nur die Hölle auf Erden sein kann, wieder zum rheinischen Frohsinn zurückkehrte. Wer dachte, dass damit die Sitzung zu Ende sei, schien mit dieser Vermutung richtig zu liegen: Das Licht auf der Bühne erlosch fast ganz, eine Leiter erschien, die Tontechnik schickte sich an, die Bühnendekoration abzubauen. Doch dann ging der Punk ab: Die Techniker sangen, rockten, tanzten und sprangen auf der Bühne und im Saal hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Ein fulminantes Ende einer tollen Sitzung!

(HVB-Presse - CB/FF/MH/MM)

Große Karnevalssitzung 2009
Datum: 20.02.2009

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