Quo vadis Europa? – Studienfahrt nach Brüssel im Juni 2009
Nach der historischen Erweiterung von 2004 und nach dem Beitritt von Rumänien und Bulgarien zur EU stellten sich viele die Frage, wo die Reise der in der Geschichte einmaligen europäischen Integration hingeht bzw. hingehen soll.
Eine Studienfahrt in die Hauptstadt Europas bietet besonders für die SchülerInnen des Grundkurses Französisch 12, die das Thema im Unterricht behandeln, eine Gelegenheit, durch Besuche bei verschiedenen europäischen Institutionen historische Grundlagen, Funktionsweise und Politik der EU aus verschiedensten Perspektiven hautnah zu erleben und die zukünftigen Herausforderungen des europäischen Integrationsprozesses besser zu verstehen.
So brachen wir an einem schönen Sonntagmorgen um 9 Uhr vom Kölner Hbf auf nach Brüssel und fuhren mit dem ersten Zug, der die neue ICE-Strecke fuhr, nach Brüssel-Nord, wo es leider regnete. Trotzdem besuchten wir den berühmten Flohmarkt auf der ‚Place du Jeu de Balle’ im populären Marolles-Viertel in der Unterstadt, bevor wir weiter zur Jugendherberge ‚Jacques Brel’ im Bankenviertel der Oberstadt fuhren, wo uns bereits Frau Engelage vom Gesamteuropäischen Studienwerk(GESW) erwartete, die unsere Fahrt vor Ort unterstützte.
Sie gab uns die nötigen Informationen, um für die von ihr bereits organisierten Besuche bei den verschiedenen europäischen Organisationen gerüstet zu sein.
Nach diesem Meeting machten wir einen Stadtrundgang. Wir schauten uns die Innenstadt von Brüssel an mit der ‚Grande Place’ und ihren berühmten Gebäuden und Passagen, genossen die wunderbaren belgischen Pommes und das Kirsch- bzw. Himbeerbier.
In den nächsten beiden Tagen besuchten wir zunächst das EU-Parlament, wo wir uns eine Führung anhörten. In sehr interessanter und gut gestalteter Darstellung erfuhren wir mehr über die Machtverhältnisse zwischen den Institutionen und Geschichten aus der Historie der EU-Politik. Am Nachmittag war ein Treffen in der ständigen Vertretung Deutschlands geplant. Auch hier war es sehr interessant, die Rolle Deutschlands in der EU näher kennen zu lernen und vor allem zu erfahren, welche Macht von Deutschland ausgeht.
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg in die Kroatische Botschaft, wo wir von verschiedenen Referenten einen Vortrag zu den Beitrittsbemühungen Kroatiens hörten, der uns mit den vielfältigen Problemen dieser Region vertraut machte. Der letzte Besuch führte uns zu dem dem beeindruckenden Gebäude der EU-Kommission gegenüberliegenden Rat der EU(Consilium), wo schon Vorbereitungen für den bevorstehenden EU-Gipfel stattfanden und wir in einem Sitzungssaal mit Mikrophonanlagen Platz nahmen.
Eine interessante Reise, die uns ein Stück europäische Politik näher gebracht hat.
M.S.
