Worum geht’s?
Zu Beginn erwacht der Spieler in einem unterirdischen Laborkomplex. Als Versuchsobjekt wird einem die Aufgabe zugeteilt, 19 Testkammern zu durchqueren. Begleitet wird man dabei von einer weiblichen Computerstimme, die einem Anweisungen und mehr oder weniger kuriose Kommentare gibt. Nach Beendigung der 19. Testkammer wird euch ein Kuchen und eine Feier zu ihren Ehren versprochen.
Präsentation
Das Spiel nutzt die Grafikengine von Half Life 2, die sog, Source Engine.
Auch wenn es sich dabei um eine etwas ältere Engine handelt, sieht die Grafik dennoch gut aus.
Vom Grafikdesign findet die erste Hälfte des Spiels in sterilen Forschurngsräumen statt, welche sehr sporadisch eingerichtet sind.
Dadurch wird der Spieler nicht durch unwichtige Objekte abgelenkt und kann sich so auf die Gegenstände konzentrieren, die wirklich relevant für die Erfüllung der Rätsel sind.
Die zweite Hälfte spielt dagegen hinter den Kulissen des Laborkomplexes, die farbtechnisch im Kontrast zu den Laborräumen steht.
Alles in allem ist die grafische Umsetzung von „Portal“ gelungen und motiviert zum Weiterspielen.
Gameplay
Zu Beginn des Spiels bekommt der Spieler eine Portalkanone, mit der man Portale an die Wand schießen kann. Einen Eingang und im späteren Verlauf des Spiel dementsprechend einen Ausgang.
Diese Portale kann man an fast jede Stelle schießen, egal ob kopfüber oder an der Decke.
Eure Aufgabe ist es nun im Laufe des Spiels Rätsel zu lösen, die euch den Weg zum nächsten Level freischalten.
Dabei müsst ihr beispielsweise durch logisches Setzen von Portalen, große Würfel auf einen Knopf packen um eine bestimmte Tür zu öffnen.
Im Endeffekt muss man eher seine Gehirnzellen anstrengen, als seine Fingerfertigkeiten, die man an einigen Stellen jedoch trotzdem benötigt.
Pädagogischer Kommentar
„Portal“ ist ein Spiel, welches dem Spieler Kreativität und Ideenreichtum beim Ermitteln innovativer Lösungswege abverlangt. Durch geschickten Einsatz der Portale gilt es Gegenstände oder sich selbst an schwer erreichbare Orte zu befördern. In diesem Zusammenhang wird dem Spielenden ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen gefordert.
Pädagogisch gesehen fällt in dem Spiel zudem auf, dass die Hauptfigur dieses Action-Adventures eine Frau ist, was nicht allzu oft vorkommt.
Die erfreuliche Folge der Auskopplung aus „The Orange Box“ ist die bearbeitete Altersfreigabe, die das Spiel nun auch für Jugendliche zugänglich macht.
Bei der Atmosphäre des Spiels ist eine gewisse Bedrohung zwar spürbar, jedoch an keinem Zeitpunkt, dass der Spieler selbst Gewalt ausübt.
Die Spielfigur kann allerdings sterben, indem man beispielsweise von den Kampfrobotern mittels Lasertrahl getroffen wird oder in den Abgrund stürzt.
Bewertung
Portal ist von Beginn an ein fesselndes Denkspiel mit Elementen eines Action-Adventures.
Der Spieler wird durchgehend durch Rätsel gefordert ohne überfordert zu werden.
Atmosphärisch ist das Spiel dank der guten Grafik und der gut gesprochenen Stimme des Computers „GlaDOS“ meisterhaft.
Besonders der Anreiz, die Hintergründe der Situation aufzudecken, führt zum Verlangen das Spiel immer weiter zu spielen.
Die Gesamtspieldauer beträgt jedoch nur 3-5 Stunden, welches sehr kurz ist.
Dafür bietet das Spiel, nach dem Durchspielen, sich an Bonuslevels oder Challenging-Levels zu versuchen.
Das Spiel ist auch in vielerlei Hinsicht pädagogisch wertvoll, da es Logik, Reaktion und ein räumliches Vorstellungsvermögen fordert.
Zusammenfassend hat „Portal“ ein innovatives Spielprinzip und macht für die kurze Zeit eine Menge Spaß.
Persönliche Meinung
Mir persönlich hat das Spiel sehr viel Spaß gemacht, da es sich nicht um ein herkömmliches Spiel handelt. Vor allem gefallen hat mir die Portalkanone, die es bis dato in keinem Spiel gab, und so ein innovatives Spielprinzip ermöglicht.
Im Laufe des Spiels gibt es auch eine Wendung in der Geschichte des Spiels.
Musste man im ersten Abschnitt die Testkammern durch bestimmtes Lösen von Aufgaben durchqueren, wird man im zweiten Abschnitt dazu gezwungen um sein Leben zu laufen.
Auch ein Endgegner erwartet den Spieler.
Dennoch ist das Spiel für einen geübten Spieler sehr kurz, was man als den größten Kritikpunkt in dem Spiel sehen könnte.
Nichtsdestotrotz sollten alle die einen Internetanschluss haben, (den benötigt man nämlich für die Installation) und Spaß an Denk- und Geschicklichkeitsspielen haben, hier zugreifen.
(tö)
Bewertung:
Story: gut -
Grafik: gut
Sound: gut
Gameplay: sehr gut -
SPIELSPASS: gut
