Zum Tode von Frau OStD' Valerie Jung
Valerie Jung
Oberstudiendirektorin i. R.
*16. Dezember 1919
+ 13. Juni 2009
Frau Valerie Jung, die langjährige Direktorin unserer Schule, ist am 13. 06. 2009 im Alter von 89 Jahren gestorben.
Die Exequien werden gehalten am Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 18.30 Uhr in St. Bruno, Köln-Klettenberg, Klettenberggürtel.
Die Trauerfeier findet statt am Freitag, den 19. Juni 2009 um 14.30 Uhr in der Trauerhalle des Westfriedhofs Köln, Venloerstraße.
Anstelle von Kränzen oder Blumen wird eine Spende erbeten zugunsten der Elterninitiative herzkranker Kinder, Köln e.V., Kölner Bank (BLZ 371 600 87) Konto 780 1000 015 (Stichwort: V. Jung)
Frau Valerie Jung leitete das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium vom 6. November 1967 bis zu ihrer Pensionierung am 31.Juli 1984. Sie besaß eine optimistische, lebensbejahende und den Menschen zugewandte Grundeinstellung, die ihre Arbeit bestimmt und den Charakter der Schule geprägt hat.
Es war ein wesentliches Merkmal ihrer Persönlichkeit, dass sie es verstand, wohlwollendes Verständnis und tiefe menschliche Wärme für ihre Schülerinnen und Schüler sowie auch ihre Kollegen mit einer klaren Führung zu verbinden. Offen für Anregungen hat sie entscheidende Veränderungen der Schule, die Reform der Oberstufe und die Umwandlung von einer Mädchenschule in eine Koedukationsschule, klug vorbereitet und behutsam eingeführt. Auch hat sie es verstanden, die Interessen der Schule gegen Widerstände von außen durchzusetzen.
Ihr Herzensanliegen war es, auch in schwierigen Zeiten den Schülerinnen und Schülern eine umfassende Bildung zu ermöglichen. Dabei lagen ihr die Sprachen und vor allem die musischen Fächer besonders am Herzen. Unter ihrer Leitung erreichte die Schule eine Blüte im musikalischen und literarischen Bereich.
Den ihr im Unterricht anvertrauten Schülerinnen und Schülern war sie eine kompetente und menschliche Lehrerin in den Fächern Mathematik, Physik, Biologie und Philosophie. Aber auch die, die sie nicht aus dem Unterricht kannte, waren ihr so nah, dass sie alle mit ihrem Namen ansprechen konnte, noch weit über ihre aktive Zeit hinaus.
Sie schuf ein Klima, in dem jeder – Schüler wie Lehrer – umfassende Möglichkeiten zur Entfaltung seiner persönlichen Fähigkeiten fand.
Wir verlieren mit ihr eine der herausragenden Persönlichkeiten unserer Schulgeschichte.
(FP / KP)