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Videospiele und Medienpädagogik
Assassin's Creed (Xbox360) 07.06.2009


Genre: Stealth-Action
In einem Satz: Steuert einen Assassinen aus der Zeit des dritten Kreuzzugs und begleitet ihn bei der Aufdeckung einer tiefgreifenden Verschwörung.
USK-Altersfreigabe gemäß §14 JuSchG: Ab 16 Jahren
PEGI-Altersfreigabe: 18+
Hersteller: Ubisoft
z.Zt. erhältlich für: PC, Xbox 360, PS3, NDS (als Prequel "Altair's Chronicles")

 


 


Worum geht's?
Desmond Miles, ein Barkeeper, wird von einer Firma namens ABSTERGO gefangen  genommen und wird gezwungen, Gebrauch eines speziellen Supercomputers zur Aufschlüsselung genetischer Erinnerungen zu machen. Er wird in die Rolle seines Vorfahren Altaïr Ibn'La-Ahad versetzt, der in der Zeit des dritten Kreuzzugs im Morgenland lebt und Mitglied einer Bruderschaft von Auftragsattentätern ist – den Assassinen. Als Strafe für ein schweres Vergehen gegen die Regeln der Bruderschaft, wird  Altaïr ausgesandt, um 9 besondere und für den Kreuzzug wichtige Personen zu eliminieren. Dabei deckt er eine tiefgreifende Verschwörung auf, die selbst Verbindung zu der eigentlichen Gegenwart hat.

Präsentation
In der Darstellung des gesamten Spiels haben die Macher von Assassin's Creed wahrlich einen Meilenstein gelegt: Eine atemberaubende Grafik in allen Bereichen, sowie eine zum Hintergrund passende Musik und eine interaktive Umgebung verwandeln das Spiel in ein realistisches Ereignis. Für die gesamte Spielumgebung, wie die Landschaft um die Städte und die Städte selbst, wurden viele historische Recherchen gemacht, damit die Liebe zum Detail erhalten bleibt. Passend eingespielte Melodien zu jeweiligen Orten und Ereignissen unterstreichen das Spiele-Flair und verleihen dem ganzen eine ganz persönliche Note. Lebendig gemacht wird das Spiel aber erst durch die Interaktivität der umliegenden Gebäude und Passanten. So wird man in großen Mengen doch einige Worte des Staunens vernehmen, wenn man in aller Öffentlichkeit eine Hausfassade erklimmt, oder man muss den plötzlichen Spott von hochnäsigen Wachen aushalten.

Gameplay
Die anfangs komplex erscheinende Spielsteuerung wird mithilfe des Puppenspieler-Prinzips kinderleicht aufgeteilt. Jedem Knopf ist ein bestimmter Körperteil/-bereich zugeordnet, also Kopf, linker und rechter Arm, sowie Beine. Dadurch gelangt man schnell in die Handhabung des Assassinen – denn manchmal muss in diesem Spiel alles schnell gehen.

Pädagogischer Kommentar
Als Auftragsmörder ist Gewalt in diesem Spiel natürlich vorhanden. Der Charakter vollführt im Nahkampf tödliche Kampfbewegungen, die aber bei weitem nicht detailliert verarbeitet wurden. Desweiteren kann man die Option treffen, ob bei schwerwiegenden Verletzungen Blut fließen soll, oder nicht. Beispielsweise im Kampf mit Stadtwachen wird man hier und da ziemliche Hasstiraden zu hören bekommen (Zitat: „Du wirst bluten!“, „Stirb, Heide!“), jedoch gleicht sich das Spiel durch die unglaubliche KI der Charaktere aus – Wachmänner, die aus einem Massengemetzel übrig sind, fliehen meistens, und betteln um Gnade. Hier ist dem Spieler selbst überlassen, ob er sie laufen lässt oder sie auch noch abrichtet.
Die in Deutschland geltende USK gibt das Spiel ab 16 Jahren frei, was meiner Meinung nach fair und angemessen für die Verhältnisse im Spiel ist. Die EU-Einstufung durch die PEGI jedoch gibt das Spiel erst ab 18 Jahren frei, wenn auch nicht Deutschland, sondern in anderen EU-Ländern, aufgrund deren Richtlinien.

Bewertung
Die anfangs spannende und lineare Story mit vielen Möglichkeiten kann nach der 6. Zielperson doch etwas langweilig werden. Was hier fehlt, ist doch etwas mehr Abwechslung. Zwar bekommt man mit der Zeit immer bessere Ausrüstung und Fähigkeiten freigespielt, jedoch kann das Spielgeschehen sehr monoton und gleich sein.
Eine weitere Problematik wäre die allgemeine Umgebung: Zwar ist alles schön und detailliert aufgearbeitet, jedoch wird sich der Spieler auch nur damit begnügen durch die Gegend zu laufen und sich das ganze anzusehen. Viel zu entdecken gibt es nicht, zwar gibt es sammelbare Banner in jedem Bereich des Spiels, es wird jedoch Nerven kosten, alle zu sammeln, vor allem weil sie immer auf großen Arealen verstreut sind. Dies aber ist Teil des Konzepts zur Erhaltung einer linearen Story, und sollte daher nicht wirklich kritisiert werden.
Dafür, dass das Spiel in puncto Story etwas absackt, hievt es sich mit der herausragenden und detailvollen Grafik sowie dem perfekt abgestimmten Sound und der interaktiven Spielumgebung hoch. Die dazu einfach zu lernende und trotzdem vielfältige Steuerung geben dem Spiel mehr Reiz und bessern meine Gesamtnote dazu aus.

Persönliche Meinung
Ein meiner Meinung grandioses und aufwendig gefertigtes Spiel, und das bestimmt nicht nur für die Xbox 360. Ich empfehle es jedem nur wärmstens, vor allem Fans von Splinter Cell oder anderen Stealth-Action-Games.

(lv)

Bewertung:

Story: befriedigend
Grafik: sehr gut
Sound: sehr gut
Gameplay: sehr gut

SPIELSPASS: sehr gut -

 

Bilder aus dem Spiel (PS3-Version):

 

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