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Naturwissenschaften
Reise zu den Sternen - Astrophysikalischer Abend 21.10.2005

Unser Sonnensystem wird heute von Sonden erforscht, die herrliche Bilder von den benachbarten Planeten und deren Monden zu uns schicken. Anzeichen von intelligentem Leben wurden dabei nicht gefunden. Das Sonnensystem - ausgenommen die Erde - scheint für Leben recht unwirtlich.
Doch wie sieht es weiter draußen in den fernen Welten des Universums außerhalb unseres Sonnensystems aus?
Ist die Erde der einzige Ort, an dem Leben existiert? Gibt es irgendwo vielleicht doch erdähnliche Planeten? Wie können wir sie ausfindig machen?

Unser Sonnensystem wird heute von Sonden erforscht, die herrliche Bilder von den benachbarten Planeten und deren Monden zu uns schicken. Anzeichen von intelligentem Leben wurden dabei nicht gefunden. Das Sonnensystem - ausgenommen die Erde - scheint für Leben recht unwirtlich.
Doch wie sieht es weiter draußen in den fernen Welten des Universums außerhalb unseres Sonnensystems aus?
Ist die Erde der einzige Ort, an dem Leben existiert? Gibt es irgendwo vielleicht doch erdähnliche Planeten? Wie können wir sie ausfindig machen?

Am Donnerstag, den 27.10.05 fand in der Aula des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums im Rahmen der Reihe HvB-Kultur ein astrophysikalischer Abend statt. Frau Dr. Pfalzner und Herr Dr. Schoedel informierten die zahlreich erschienenen Zuhörer u. a. über neueste Entdeckungen aus der astrophysikalischen Forschung. HvB-Kultur freut sich, mit diesem Vortrag die Reihe der literarischen und künstlerischen Abende auf den naturwissenschaftlichen Bereich erweitern zu können.
 
Frau Dr. Pfalzner begann den Abend mit einem Vortrag über Exoplaneten, d.h. Planeten in anderen Sonnensystemen. Nach einer Darstellung des gegenwärtigen Wissensstandes über die Entstehung unseres Planetensystems erläuterte sie die Methoden und Schwierigkeiten beim Auffinden und Untersuchen von Planeten in anderen Sonnensystemen. Ca. 150 Exoplaneten konnten bis heute nachgewiesen werden, wobei natürlich die Frage von Interesse ist, ob auch dort (intelligentes) Leben möglich ist. Dabei zeigte die Referentin bald, dass trotz der Unzahl von Planeten, die möglicherweise um die vielen Sonnen unserer Galaxie und auch in anderen Galaxien umlaufen, die Wahrscheinlichkeit für Lebensformen, die denen auf unserer Erde ähnlich sind, recht gering ist. Denn Bedingungen, die wir von unserer Erde als selbstverständlich kennen, scheinen in den anderen Sonnensystemen doch eher selten zu sein. Wenn überhaupt, sind wahrscheinlich eher einfache Lebensformen wie Bakterien und Einzeller zu erwarten.
 
Im zweiten Teil des Abends widmete sich Herr Dr. Schoedel der Frage, was unsere Galaxie „im Innersten zusammenhält“, um Goethe zu zitieren. Was ist eigentlich ein schwarzes Loch und unter welchen Bedingungen kann es entstehen? war  zuerst die wesentliche Frage.  Nachdem sich in den letzten Jahrzehnten in der Astronomie die Meinung durchgesetzt hat, dass sich im Zentrum jeder Galaxie ein schwarzes Loch befindet, müsste dies eigentlich auch für unsere Galaxie gelten. Herr Dr. Schoedel hat sich auf die Suche gemacht, wo in unserer Milchstraße es sich befindet und konnte es mit eigenen Himmels-Aufnahmen und Aufnahmen von Wissenschaftlern aus früheren Jahren lokalisieren. In einer beeindruckenden Animation aus diesen Bildern zeigte er einen Stern, der in einer engen Ellipse um dieses schwarze Loch mit enormer Geschwindigkeit herumrast. Aus seiner Bahn lässt sich errechnen, dass „unser schwarzes Loch“ eine Masse von etwa 3,6 Millionen Sonnenmassen hat. (In Kilogramm gerechnet ist das eine 7 mit 36 Nullen.)
 
Der Zuhörer konnte am Ende des Abends neben einem Überblick über wesentliche Begriffe und Arbeitsmethoden der modernen Astrophysik  eine Menge von Information über Entdeckungen der letzten Jahre mit nach Hause nehmen. Den Referenten Frau Dr. Pfalzner und Herrn Dr. Schoedel ist es ausgezeichnet gelungen, die vermittelten Inhalte auch für Laien sehr gut verständliche darzustellen.  Das Bildmaterial war durchweg sehr informativ und die Himmelsaufnahmen waren neben ihrem Informationsgehalt von einer beeindruckenden ästhetischen Schönheit.
Nach den Vorträgen hatte der interessierte Besucher die Gelegenheit mit Herrn Dr. Buchholz bei klarem Wetter auf dem Turm der Schule den Himmel „live“ mit einem Spiegelteleskop zu beobachten.                                                         (FP)

Astrophysikalischer Abend
Datum: 27.10.2005
                          

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Hildegard-von-Bingen-Gymnasium - Köln-Sülz