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Musik
„Rekordfahrt“ des HvB-Orchesters nach Blankenheim 2017 06.12.2017

Am Freitag, dem 29.9., brachen morgens um kurz vor 9 Uhr sage und schreibe 63 Mitglieder des großen und kleinen Orchesters unserer Schule mitsamt vier Lehrkräften zur Probenfahrt nach Blankenheim (Eifel) auf. Allein diese Beteiligung ist der bislang absolute Rekord bei Orchesterfahrten am HvB. Der Busfahrer in Blankenheim hatte zwar zuerst Bedenken, ob alle in seinen Linienbus hinein passen würden, wurde aber dann eines besseren belehrt: Alle passten hinein, der Bus war randvoll, und keiner konnte mehr umfallen.
Zum Glück war der Rittersaal der Burg Blankenheim noch groß genug, um sowohl Proben- als auch Speiseraum sein zu können, auch wenn es für das Große Orchester zunächst eine Heraus­forderung darstellte, eine vernünftige Sitzordnung für bis zu 50 Musiker gleichzeitig herzustellen und dabei im hinteren Bereich noch Tische für die Mahlzeiten stehen lassen zu können.
Nach dem ersten Essen wurde auch sogleich kräftig geprobt: Für das Große Orchester stand vor allem Mendelssohns „Reformations-Sinfonie“ an, denn die sollte ja schon zwei Wochen später in Hürth zum ersten Mal aufgeführt werden. Das Kleine Orchester baute sich im kleineren „Knappensaal“ auf und begann, erste Stücke für das Adventliche Mitsingkonzert am 20.12. zu proben. Weil das Kleine Orchester viele neue Musiker bekommen hatte, die zum ersten Mal in dieser Formation zusammenspielten, war das überaus sinnvoll, auch wenn andere Gäste im Burghof verwundert schauten, wenn oben aus dem zweiten Stock Ende September schon weihnachtliche Klänge zu hören waren. Musiker sind eben immer ihrer (Aufführungs-)Zeit voraus.

Trotzdem wurden auch einige andere Stücke aufgelegt. Vor allem das Große Orchester warf immer dann, wenn ein Abschnitt Mendelssohn gut geprobt war und „lief“, einen Blick in weitere Stücke aus dem geplanten Jahresprogramm, so z.B. in einen Slawischen Tanz von Dvorak, in den I. Satz der Großen C-Dur-Sinfonie von Schubert, in den „Nimrod“ aus Elgars „Enigma-Variationen“, in Manuel de Fallas „Danza“ aus „La Vida breve“ und einige andere Werke mehr. Das Konzertstück „Oregon“ von Jacob de Haan, eigentlich ein zehnminütiges Originalwerk aus der Blasmusik, mit zusätzlichen Streicherstimmen versehen, wuchs den jungen Musikern so sehr ans Herz, dass es nach nur drei Proben schon durchlaufen konnte und als Repertoirebestandteil für das laufende Schuljahr sofort „gesetzt“ war. Und sogar für das Saxophonkonzert von Glasunov, ein sehr selten mit Orchester aufgeführtes Werk, und den Pachelbel-Kanon war noch etwas Probenzeit übrig.

Doch auch für Geselligkeit und besondere Aktivitäten war gesorgt: Am ersten Abend stand schon das traditionelle Grillen in der Grillhütte (mitsamt Fußballspielen auf der Wiese nebenan) auf dem Programm, und am Sonntagmorgen ließen Mitglieder des Großen Orchesters es sich nicht nehmen, erstmals in der Messe der katholischen Kirche zu Blankenheim, unten im Dorf, einige instrumental Sätze zu spielen – damit gaben sie dem Erntedankfest am 1. Oktober einen schönen musikalischen Rahmen und ernteten den Dank des Monsignore van den Hoven und den Applaus der Gemeinde.
Allerdings bekamen die Streicher kleine Probleme mit der Stimmung, denn beim Orgelkonzert von Haydn mussten sie ihre Instrumente von 443 auf 436 Hertz (für ein a’) herunter stimmen, weil die Orgel so tief gestimmt war – auch das eine neue Erfahrung, mit der vorher niemand gerechnet hatte.

Eine ganz besondere spontane Aktion initiierten einige Streicher am späteren Freitagabend: Weil es noch gute 20 Grad warm war (zu dieser Jahreszeit im 400m hoch gelegenen Blankenheim eine Seltenheit), gingen sie mit Instrumenten und Noten hinunter in den Burghof und probten (weit­gehend vom Blatt!) die „Kleine Nachtmusik“ von Mozart. Bei Laternenbeleuchtung im Innen­hof der alten Burg erzeugte das eine schöne Atmosphäre und lockte auch die anderen Herbergs­gäste an, die in diesem stimmungsvollen Ambiente gerne zuhörten. Selbst die Angestellten der Jugendherberge bestätigten, dass sie so etwas nur sehr selten geboten bekämen.
Nach den Proben wurde aber auch gespielt: Wie immer waren die „Werwölfe“ unterwegs, die „Uno“ und „Ligretto“-Karten wurden ausgepackt, aber auch die alten Songs der 60er bis 90er Jahre wurden lautstark intoniert - schließlich ist man im Rittersaal und dem Altbau unter sich und weit abgeschieden vom Neubau der Burg und vom Dorf Blankenheim.
Mit allen diesen Aktivitäten war es also nicht nur eine Rekordfahrt hinsichtlich der Personenzahl; nie zuvor war ein Hauptwerk (Reformations-Sinfonie) so intensiv geprobt worden, und noch nie konnte das Orchester „nebenbei“ so viele andere Stücke auch noch anspielen und proben wie in diesem Jahr. Das allmählich gestiegene Durchschnittsalter des Orchesters machte sich hier deutlich bemerkbar.
Das Kleine Orchester reiste am Sonntagmittag wieder ab, das große blieb wie immer noch bis zum Montagmittag. Das Busunternehmen hatte allerdings die angemeldete Gruppenfahrt verschlafen und musste erst erneut angerufen werden: eine Stunde Extra-Wartezeit am Busbahnhof Blankenheim, zum Glück bei gutem Wetter. Auf der Fahrt nach Hause – erschöpft, aber glücklich – fragten sich alle nur das Eine: Wann sind wir wieder hier? Wann ist die nächste Orchesterfahrt?

Keine Sorge, sie ist schon gebucht: Ende September 2018, und ebenso auch 2019.

(GB)

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