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Faires HvB - ein Unterrichtsspaziergang auf den Spuren von „Fair trade“ und „Zero waste“ 24.09.2017

Am 27.6.2017 machte der evangelische Religionskurs der neunten Stufe einen Ausflug zu verschiedenen

Supermärkten und in das neu eröffnete Geschäft „Tante Olga, Unverpackt“ in der Berrenrather Straße in Sülz.

Zuerst waren wir bei einem Aldi, dort wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt, eine Gruppe „Bio“, eine „Ressourcen sparen“, eine „Tierschutz“ und eine „Fairtrade“ - Gruppe.

Wir suchten also nach Gütesiegeln, wie Fairtrade, UTZ und vielen anderen. Nach der Suche haben wir jedes gefundene Logo besprochen.

Die meisten Logos versichern gute Arbeitsumstände und artgerechte Haltung der Tiere und Pflanzen.

Darauf waren wir im dm - Markt und haben andere Produkte mit anderen Gütesiegeln gefunden.

 

Manche Gütesiegel stehen dafür, dass zur Herstellung der Kosmetikprodukte keine Tierversuche gemacht wurden. Die Gruppe „Ressourcen sparen“ berichtete darüber, dass das meist gefundene Logo/Gütesiegel das „Recycling“ - Logo war, dies bedeutet, dass alles Plastik welches in diesem Produkt ist, schon einmal in einem anderen Produkt verwendet wurde und zur Herstellung des neuen Produktes eingeschmolzen wurde.

Nachdem wir in den Supermärkten waren, in denen fast alles in Plastik verpackt ist, gingen wir in einen Laden, welcher das komplette Gegenteil von einem Supermarkt ist: Der „Tante Olga“- Laden:

Dieser Laden ist auf der Ecke Berrenrather Straße /Neuenhöfer Allee.

Hier versucht man Müll in jeglicher Hinsicht zu vermeiden. Der einzige Müll, der dort produziert wird ist biologisch abbaubar, wie Bambus und andere pflanzlichen Materialien.

Ein typischer Einkauf in diesem Laden sieht wie folgt aus:

Man bringt seinen eigenen Behälter, wie eine Brotdose, ein ausgewaschenes Marmeladenglas, oder andere wiederverwertbare Dosen und Verpackungen von zuhause mit. Daraufhin wiegt man diesen Behälter und schreibt das Leergewicht des Behälters auf ein kleines Kärtchen, dies ist dazu da, damit man sich die unverpackte Ware abwiegen kann.

Daraufhin sucht man sich die gewünschten Produkte, ob Lebensmittel oder anderes aus, und bezahlt an der Kasse, an der die Lebensmittel noch einmal gewogen werden.

In diesem Laden kann man viele verschiedene Produkte und Nahrungsmittel kaufen, welche alle „Bio“ sind.

Zu kaufen sind Nahrungsmittel wie jegliche Art von Nüssen und viele verschiedene Nudelsorten.

Zu kaufen sind auch Cornflakes, Müsli, Schokomüsli und Haferflocken, Weizen, Hirse, Hafer, Roggen, Reis und viele andere kleine Planzensamen. Brote und viele verschiedene Gewürze gibt es dort auch.

Die bisher aufgezählten Produkte sind alles Lebensmittel, doch „Tante Olga“ verkauft auch andere Produkte, welche nicht zum Verzehr geeignet sind, wie Zahnbürsten aus Bambus, Rasierer, Glasbehälter (welche gut zum Einkauf in dem Laden geeignet sind), Bürsten und verschiedene Seifen. Produkte wie der Rasierer können natürlich nicht unbedingt „Fair trade“ hergestellt werden, doch da der hier zu kaufende Rasierer aus Metall besteht kann man ihn über Jahrzehnte benutzen. Das Einzige was man hier wechseln muss sind die auch im Laden erhältlichen Rasierklingen, hiermit spart man sich Einwegrasierer, welche aus Plastik hergestellt werden.

Außerdem gibt es verschiedene unverpackte Seifen, eine für die Haare, eine für den Körper, eine für die Hände und eine zum Spülen. Im Laden erhältlich sind auch Zahnpasta Tabletten, welche die Zahnpasta -tube einsparen. Verwenden tut man diese Tabletten so, das man auf ihnen kaut bis es schäumt und man sich ganz normal die Zähne putzen kann. Auch bei der Lieferung zu „Tante Olga“ wird kein Plastik verschwendet, da fast alle Waren in großen Papiersäcken angeliefert werden.

 

Im Unverpackt - Supermarkt

Mein Fazit ist, dass wenn es auf der ganzen Welt nur noch solche „Unverpackt - Läden“ geben würde, würden weltweit mehrere Millionen Tonnen Plastik eingespart werden und die Weltmeere nicht mehr mit Plastikmüll verschmutzt werden.

Ich denke, dass es noch einige Zeit braucht, bis dass es an vielen Orten solche „Unverpackt-Läden“ geben wird und sich die Menschen mehr um die Natur kümmern werden. Ich denke, dass man auf jeden Fall solch einen Laden unterstützen sollte.

Eine Idee von mir wäre, dass auch Supermarkt Ware, welche nicht „Bio“ oder „Fairtrade“ hergestellt wird, unverpackt verkauft werden sollte.

Bei Produkten wie Gummibärchen etc. könnte man viel Plastik durch die nicht nötige Verpackung sparen. Auch Plastikflaschen könnten durch Mehrweg - Glasflaschen ersetzt werden.

Vor allem Obst und Gemüse sollte man nicht noch einmal extra in Plastik verpacken, sondern einzeln verkaufen. Alles in allem gibt es noch viele Wege Plastikmüll zu sparen, Wege um Ware Fairtrade produzieren zu lassen, und um die Nutzung von Chemikalien zu minimieren.

Das wird wahrscheinlich von einige Jahre dauern.

 

Der Ausflug, welcher von Frau Brock und Frau Kremer geleitet wurde war sehr informativ und hat einen guten Einblick in das Fairtrade System Deutschlands gegeben.“

Maik Erbacher, ehemalige Klasse 9a  

 

Victoria Mochmann, ehemalige Klasse 9a:

Dadurch wurde uns bewusst, dass die Welt für uns vielleicht noch angenehm ist, aber was ist mit unseren Kindern, Enkeln, Urenkeln…?

Durch verantwortliches und nachhaltiges Einkaufen können wir viel bewegen.

Wir können Menschen, Tiere und unseren Planeten retten. Also handelt nachhaltig und rettet Leben!“

July Benz, ehemalige Klasse 9b: 

Wenn du ein Produkt siehst, welches das Fair Trade Siegel trägt, dann bedeutet das, dass dieses Produkt gut gehandelt wurde. Das heißt, die Arbeiter arbeiten unter guten Umständen für einen gerechten Lohn.

Jedoch musst du beachten, dass nicht jedes Produkt, wo „fair gehandelt“ drauf steht auch „fair gehandelt“ ist. Informiere dich vorher über die Label und Siegel. Das kannst du im Internet machen, oder du kannst Dir eine App runter laden. 

Lysander Lenzen, Klasse 9a (alle Autoren sind jetzt in der EF):

Am Ende der Exkursion hatte jeder noch die Möglichkeit, sich von der Qualität der Produkte zu überzeugen, und jeder war sich bewusst, dass man zwar nicht komplett „öko“ leben muss, aber seinen Lebensstil anpassen kann.

Vor dem Rewe wird unsere faire „Beute“ inspiziert und probiert. 

Empfehlenswert: Es gibt dort eine tierfreundliche Eiersorte namens „Spitz & Bube“.

Hier werden die Schnäbel der Legehennen nicht schmerzhaft gekürzt („Spitz“) und die

männlichen Kücken werden nicht direkt nach der Geburt getötet („Bube“) .

 

https://www.youtube.com/watch?v=DUmxNpEpW1k

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Referentin Caroline Kremer für diese horizonterweiternde, kurzweilige, und sehr informative Einkaufstour durch Sülz!

 

Frau Kremer ist Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit bei der DEG

Die DEG finanziert und fördert Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren.

 

 

Und hier ein interessanter Link für alle, die sich aktiv für die Umwelt engagieren möchten:

https://www.campact.de/Plastik-Flut

 

Redaktion: Sigrun Brock

 

Frau van Rahden hat uns bei der Exkursion begleitet, da sie gemeinsam mit Frau Blum und zahlreichen weiteren Kolleginnen und Kollegen das Thema Nachhaltigkeit am HvB in den Vordergrund rücken möchte.

Das HvB-Kollegium hat sich zudem entschlossen, sich als Fairtrade-School zu bewerben, um die zahlreichen Aktionen, Unterrichtseinheiten und Projekte zu diesem wichtigen Thema an unserer Schule zu bündeln und sichtbar zu machen. Dadurch erhoffen wir uns, eine immer größere Anzahl unserer Schulgemeinschaft zu nachhaltigem Handeln anregen zu können. Wer sich näher über das Programm Fairtrade-Schools informieren möchte, kann das hier tun:

https://www.fairtrade-schools.de/

 

Und SchülerInnen und Eltern, die sich an unserem Fairtrade-Schulteam aktiv beteiligen möchten, können sich gerne bei Frau van Rahden oder Frau Blum melden:

vanrahden@hvb-gymnasium.de

blum@hvb-gymnasium.de

 

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Hildegard-von-Bingen-Gymnasium - Köln-Sülz