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Gentechnik am HvB 09.07.2017

Letzten Freitag kamen, zum wiederholten Male zwei Bioforscherinnen, Ina und Daggi, des „zdi“ (Zukunft durch Innovation) / science to class zu Besuch ans HvB, diesmal in den Biologieunterricht des Q1 Leistungskurses von Herrn Smeets, um dort einen Tag lang den Bioraum in ein Biotechnik-Labor zu verwandeln. Die Schüler experimentierten den ganzen Tag mit Hilfe von Ina und Daggi. Das Thema war, durch eine Gelelektrophorese die unterschiedlichen Fleischsorten einer Tiefkühllasagne herauszufinden. Der Bio-Kurs hatte schon vor etwa drei Monaten das Thema „genetischer Fingerabdruck“ und „Gelelektrophorese“ behandelt, somit verfügte er über reichlich Vorwissen und war fasziniert, endlich das auf Arbeitsblättern erlernte Verfahren in Wirklichkeit zu testen.
Nach einer theoretischen Einführung seitens der erfahrenen Forscherinnen begann die Isolation der DNA. Hierzu konnten die Schüler/innen moderne technische Materialien, gestellt von zdi, verwenden. Im Experiment werden Gelelektrophorese-Muster für Rind, Pute und Schwein hergestellt, die dann mit dem Muster der zu untersuchenden Lasagne verglichen werden, um somit festzustellen, ob die jeweilige Fleischart enthalten ist. Hierfür benötigt man die DNA aus den Mitochondrien der jeweiligen Fleisch- und Lasagneproben. Schritt für Schritt wurden Lösungen mit unterschiedlichen Substanzen vermengt und immer wieder in der Zentrifuge geschleudert, bis die reinen, gesäuberten DNA-Fragmente vorlagen. Zwischendurch wurden die einzelnen Schritte besprochen und die chemikalischen Hintergründe erläutert.
Nun mussten die DNA-Fragmente vervielfacht werden, um somit ein eindeutiges Ergebnis zu bekommen; dies übernahm die PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion).
In der Zeit konnten die Nachwuchsforscher schon das Elektrophorese-Gel vorbereiten, in dem die unterschiedlichen Bandenmuster am Schluss sichtbar wurden. Als die Fragmente verdoppelt und gefärbt waren, konnten sie in das Gel eingeführt werden. Das Gel wurde nun unter Spannung gesetzt, sodass die negativ geladene DNA vom negativen Pol wegwanderte, dies jedoch unterschiedlich schnell, sodass sich Banden an verschiedenen Stellen des Gels bildeten. Als Ergebnis waren leichte Banden zu sehen, die nun auf verschiedene Fleischsorten in der Lasagne hindeuteten.
So ging ein spannender Tag zu Ende, der Kurs bedankte sich bei den Bioforscherinnen und wünschte sich ein baldiges Wiedersehen.

Lioba B.

 
 

 

 
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Hildegard-von-Bingen-Gymnasium - Köln-Sülz