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Kunst
Großformatige Malerei am Neubau des Stadtarchivs 05.07.2017

Die Geschichte des Stadtarchivs wird derzeit mit einer fantastischen Traumwelt verknüpft – in einer Kunstaktion am Bauzaun des Archivneubaus am Eifelwall. 15 Schülerinnen und Schüler des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums erstellen dort auf 100 Quadratmetern ein Kunstprojekt unter dem Motto: "Erinnern, Bewahren, Sammeln, Wiederentdecken". Bis zum 6. Juli wird Kunstlehrer Marcus Brambach mit den Schülerinnen und Schülern dort noch zu Werke sein. Hinter ihnen liegen drei Monate intensiver Vorbereitung.

Der Zaun am Eifelwall mit wird mit Lack-Markern bemalt – das ist auf einer so großen Fläche ungewöhnlich und sehr aufwendig. Malerei (Fläche) und Grafik (Linie) werden vermischt – das führt zu spannenden und abwechslungsreichen Elementen. Das erste Bild auf dem Bauzaun beginnt mit dem Einsturz des Stadtarchivs im Jahr 2009.

Das Stadtarchiv nimmt in unserem Kunstprojekt ab dem Einsturz eine neue Form an. Bücher klappen, im Stil an van Gogh angelehnt, auf. Dynamische Linien im Stil von David Hockney führen schließlich zu Platinen, erklärt Kunstlehrer Brambach das Werk. Die gezeichneten Platinen verweisen auf einen Besuch des Kunstkurses im Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum (RDZ) in Porz. Der Besuch des Kunst-Leistungskurs vor kurzem im RDZ hat unsere Arbeit nachhaltig beeinflusst, sagt Brambach.

Die Leiterin des Historischen Archivs, Dr. Bettina Schmidt-Czaia, sagt zu der Schüler-Aktion:

Wir verstehen uns als Bürgerarchiv und damit als verlässlicher Ansprechpartner für alle, die Fragen an ihre eigene Geschichte oder die ihrer Umgebung haben. Als Bürgerarchiv wollen wir uns natürlich auch unseren neuen Nachbarinnen und Nachbarn vorstellen. Dazu zählen auch die Schülerinnen und Schüler des Hildegard-von-Bingen- Gymnasiums und der anderen benachbarten Schulen als aktuelle und zukünftige Nutzer. Wir sind gespannt auf die Gedanken, die sie sich zum Thema Archiv, Gedächtnis und Erinnerung gemacht haben und freuen uns auf die Ergebnisse. Mit Marcus Brambach haben wir einen sehr engagierten Kunstlehrer als Partner gefunden, der seinen Leistungskurs intensiv auf das Projekt und seine Umsetzung vorbereitet hat.

Dr. Johanna Gummlich, Leiterin des Rheinischen Bildarchivs, sagt:

Das Rheinische Bildarchiv der Stadt Köln ist Produzent und Bewahrer von Fotografien – eines Mediums, das heute selbstverständlich und dominant unseren Alltag prägt. Gemeinsam mit dem Historischen Archiv, das zum überwiegenden Teil Textdokumente sammelt, soll das Rheinische Bildarchiv hier am Eifelwall zu einem Lernort über das Thema Fotografie und den kritischen Umgang damit werden – natürlich auch für die Schülerinnen und Schüler in der unmittelbaren Umgebung. Der Leistungskurs Kunst des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums hat unter der Anleitung seines Kunstlehrers Marcus Brambach eine sehr spannende Umsetzung für den Wandel vom historischen Dokument in die digitale Überlieferung gefunden. Dieser Wandel spielt auch im Rheinischen Bildarchiv eine enorme Rolle und kann auf die Geschichte der Fotografie von ihren analogen Anfängen bis hin zur Digitalfotografie übertragen werden.

Was wir bauen, ist nur die Hülle, eine Schatztruhe, deren Inhalt in überliefertem und bewahrtem Wissen besteht, betont Petra Rinnenburger, geschäftsführende Betriebsleiterin der städtischen Gebäudewirtschaft, die das Archiv errichtet.

Auf dem Gelände hinter dem Bauzaun entsteht ein hochkomplexes Bauwerk, in dem die Archivalien mit modernster Technik geschützt sicher lagern werden. Ich freue mich, dass sich Schülerinnen und Schüler schon jetzt kreativ mit der Funktion des neuen Bauwerks auseinandersetzen.

In dem künftigen Neubau werden das Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv erstmals in ihrer Geschichte zusammengeführt. Auf einer Gesamtfläche von etwa 20.300 Quadratmetern stehen rund 58 Regalkilometer und 460 Planschränke für das Archivgut zur Verfügung. Das Rheinische Bildarchiv bekommt weitere 2,2 Regalkilometer Lagerfläche.

Das neue Archiv wird gleichzeitig rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hochfunktionale Arbeitsplätze bieten. Im Lesesaal stehen 45 Plätze für die Arbeit mit Archivgut zur Verfügung. Die Kosten für den Archiv-Neubau betragen voraussichtlich 80,5 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung wird für März 2020 gerechnet. Bauherr ist die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln.

http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/bauzaun-des-archiv-neubaus-ein-kunstprojekt-verwandelt

Datum: 05.07.2017

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Hildegard-von-Bingen-Gymnasium - Köln-Sülz