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Hausaufgabenkonzept Sek. I

Hausaufgaben Schulaufgaben

I. Grundsätze

Leitgedanke der Hausaufgaben:

Einprägen, Einüben, Anwenden, Vorbereiten!

Hausaufgaben sollen den Schüler anregen, sich mit dem im Unterricht Gelernten weiterhin zu beschäftigen, sowie Unterricht vorzubereiten.

Wir Lehrer machen uns darüber Gedanken, wie weit wir kommen werden und was dann zu Hause zwecks Vertiefung des behandelten Stoffes oder zur Vorbereitung der folgenden Stunde passieren sollte. Selbständiges Nacharbeiten ist gut zur Über- prüfung des eigenen Wissens geeignet. So werden die Inhalte besser behalten und in der Klassenarbeit kann mehr Lernstoff aus dem Gedächtnis abgerufen werden.

Hausaufgabenerlass (Runderlass des Kultusministeriums, Stand 2008):

Abs. 3.3: „Hausaufgaben sollen so bemessen sein, dass sie, bezogen auf den einzelnen Tag in folgenden Arbeitszeiten erledigt werden können:  [...]
für die Klasse 5-6 in 90 Minuten für die Klassen 7-9 innerhalb von 120 Minuten. [...] Abs. 3.1 [...] Von Samstag zu Montag ist ohne Einsschränkung aufgabenfrei; dasselbe gilt für alle Tage, denen ein Feiertag vorangeht. An Tagen mit Nach- mittagsunterricht werden keine Hausaufgaben für den Unterricht des folgenden Tages gestellt.
Abs. 3.2. In Schulen mit 5-Tage-Woche können von Freitag zu Montag Hausaufgaben gegeben werden, wenn am Freitag kein Nachmittagsunterricht stattfindet oder wenn nicht mehr als zwei Stunden Nachmittagsunterricht erteilt werden.

Die Umsetzung des Erlasses am HvB

Jahrgangsstufe 5

In der Jahrgangsstufe 5 werden alle 30 Pflichtstunden bis 13.15 Uhr erteilt. Die Übungseinheiten am Nachmittag innerhalb des Förderbandes gelten nicht als Regelstunden.
Trotzdem werden an diesen Tagen keine schriftlichen Hausaufgaben für den Folgetag gestellt. Es wird aber erwartet, dass das Lernen von Vokabeln, neuen Grammatik-Regeln sowie mathematischen Gesetzen und Regeln in Absprache des Lehrerteams der Klasse geleistet wird.
Gerade am Anfang gibt es große Unterschiede beim Arbeitstempo der Schüler (z.B. schreiben manche Kinder sehr langsam). Deshalb wird auch vorausgesetzt, dass Schulaufgaben, die während der Unterrichtszeit erarbeitet wurden, aber aus den oben genannten Gründen nicht beendet werden konnten, zu Hause zu Ende gebracht werden. Dies führt dann dazu, dass die Schüler „am Ball bleiben können“ und nicht den Anschluss verlieren. Zeittraining kann dabei eine große Hilfe bedeuten. (siehe Leitfäden)
Grundsätzlich werden die Schüler der Jgst. 5 in Einheiten des Förderbandes eingeteilt. Innerhalb dieses Förderbandes werden die Schüler dienstags und donnerstags von 14.15 - 15h in Kleingruppen nach bestimmten Themenbereichen gefördert und gefordert. Bis zu den Herbstferien bleiben die Kinder jedoch im Klassenverband und erlernen in dieser Zeit Arbeitstechniken für die Bewältigung der Hausaufgaben; sie machen diese zusammen mit einem Lehrer aus dem Klassenlehrerteam. Zu diesem Zweck werden bis zu den Herbstferien ausdrücklich Schulaufgaben an diesen beiden Tagen aufgegeben, die dann bis 15 Uhr im Klassenverband gemacht werden.

Nach den Herbstferien beginnt dann die Arbeit im Förderband.

Jahrgangsstufe 5-9

In der gebundenen Ganztagsschule sollen Hausaufgaben verstärkt als Schulaufgaben in den Unterricht in der Schule integriert werden. Am HvB haben Eltern, Schüler und Lehrer in der Schulkonferenz gemeinsam das folgende Ganztagskonzept beschlossen.
Alle Schüler bleiben an drei Tagen in der Woche bis mindestens 15h in der Schule. Darüber hinaus gibt es ein verlässliches Ganztagsangebot von montags - freitags bis 15.50h. Dieses Angebot gliedert sich in Lernzeitbetreuung und AGs. Sowohl die Lernzeitbetreuung als auch die Arbeitsgemeinschaften gelten nicht als regulärer Unterricht im Sinn des Hausaufgabenrunderlasses Abs. 3.1 und 3.2. 

Es ist wichtig, dass ein guter Austausch zwischen Eltern, Schülern und Lehrern stattfindet, damit auch im Ganztag und in den G8-Jahrgängen Hausaufgaben für alle verträglich geregelt werden. Für Schüler, Eltern und Lehrer gibt es weitere konkret formulierte Vereinbarungen, die in folgenden jeweiligen Leitfäden (Schülerleitfaden, Elternleitfaden, Lehrerleitfaden) festgelegt sind.


II. Schülerleitfaden Hausaufgaben (Jgst. 5-9)

Die Hausaufgaben helfen dir, zu Hause bzw. in der Lernzeit in Ruhe und in deinem eigenen Tempo zu erkennen, ob du bereits alles gut verstanden hast oder ob du noch manches üben musst.

Um dich z.B. in Englisch verständigen zu können, brauchst du einen wachsenden Wortschatz. Die Vokabeln werden dir aber nur einfallen, wenn du sie geübt hast. Und du kannst dir die Grammatik vorstellen wie ein Gerüst, das dir zeigt, wie du richtige Sätze bildest und auf dem du die Sprache wie ein Gebäude bauen kannst. Es ist daher ganz wichtig, die Regeln auch auswendig zu lernen und das Anwenden zu trainieren. Dasselbe gilt für die Mathematik mit ihren Regeln und Strukturen. Du wirst merken, dass du viel besser im Unterricht mitkommst und im Unterricht mehr Spaß und Erfolg hast, wenn du durch die Hausaufgaben gut vorbereitet bist.

Was machst du in der Schule, was machst du zu Hause?

In der Schule führst du ein Hausaufgabenheft – verpflichtend für die Jgst. 5-9 -, in das du alle HA einträgst. Frage nach, wenn du die Aufgaben nicht verstanden hast. Alle Hausaufgaben eines Tages werden an der Tafel gesammelt. Am Nachmittag weißt du dann genau, was du zu tun hast.

Jetzt ein paar Tipps für die Arbeit zuhause:
- Die Hausaufgaben fallen dir leichter, wenn du dir angewöhnst, sie nach einer 
  kleinen Pause am Nachmittag als erstes zu erledigen.
- Fange mit dem an, was dir am leichtesten fällt; dann das Schwierige, dann
  Mittelschweres
- Lege nach einer halben Stunde eine kleine Pause ein.
- Beim Lernen von Vokabeln, Regeln und Fachbegriffen ist es wichtig, dass du sie
  täglich übst (ca. 10 Minuten).
- Gestalte deinen Arbeitsplatz so, dass du konzentriert arbeiten kannst – schalte
  alles aus, was Dich ablenkt, z.B. i-pod, Handy, …
- Fertig? Am besten packst du jetzt deine Tasche für den nächsten Tag.
- Male einen dicken Haken ins Hausaufgabenheft, wenn du fertig bist und gönne dir
  eine kleine Belohnung!

Achtung!
Was, wenn ich gefehlt habe?
Rufe, wenn du wieder gesund bist, einen deiner Hausaufgabenpartner an, der Dir sagt, was im Unterricht gemacht wurde und was die Hausaufgaben sind. Bereite den versäumten Stoff nach.
Was, wenn ich die Aufgabe nicht verstehe?
Lies die Aufgabe noch mal ganz genau durch. Wenn das nicht hilft, frage deinen Hausaufgabenpartner. Wenn auch das nicht hilft, schreibe auf, was das Problem war, damit du in der nächsten Stunde fragen kannst.


III. Elternleitfaden Hausaufgaben

Einige Kinder - besonders in der Jgst. 5 - sind stärker darauf angewiesen, dass jemand die Hausaufgaben betreut. Jedes Kind muss die Form und das Tempo finden, in denen es am besten lernen kann. Das braucht Zeit und erfordert Gelassenheit. Bedenken Sie, dass Ihr Kind eventuell mit den Hausaufgaben trödelt, um Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Grundsätzliches Ziel sollte sein, die Kinder zum selbstständigen Lernen anzuleiten. Ihrem Kind sollte klar sein, dass nur durch eine eigenständige konsequente Bewältigung der Hausaufgaben Zeit für Freizeitgestaltung bleibt.
Mit folgenden Anregungen können Sie Ihr Kind bei Bedarf unterstützen:
Schaffung einer angemessenen heimischen Arbeits- und Lernatmosphäre
- aufgeräumter Arbeitsplatz
- Vermeidung von Störung durch Geschwister und Freunde
- Computernutzung nur für die Hausaufgaben
Hilfestellung beim Zeitmanagement
- Reihenfolge der zu erledigenden Hausaufgaben festlegen (hierbei ist das
  Hausaufgabenheft eine Hilfe).
- kurzfristig für den Tag und langfristig für die Woche und das Wochenende planen (eventuell eigenen Wochenplan anlegen).
Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben
- Zuwendung und Unterstützung vor allem im Sinne des Mutmachens.
- konkrete, aber begrenzte Hilfestellung.
- Lösungsschritte bei Blockaden initiieren, ggf. auf Schulfreunde verweisen.
Formale Kontrolle der Hausaufgaben
- Erledigung
- Vollständigkeit (- Hausaufgabenheft)
- Sauberkeit
Regelmäßiger Austausch mit den Lehrern und Rückmeldung bei Problemen


 IV. Lehrerleitfaden Hausaufgaben

Hausaufgaben aufgeben

1. einheitliches Notieren der Hausaufgaben:
- Klassenbucheintrag für den Tag, an dem die Hausaufgabe erwartet wird. Wenn
  keine gegeben wird, Strich im HA-Feld.
- Tafelanschrieb: Seitentafel/Außentafel mit Stundenplan des jeweiligen Tages vom
  Tafeldienst vorbereitet. Es muss eine Angabe erfolgen, für welchen Wochentag 
  die Hausaufgaben angefertigt werden sollen. Es soll eine ungefähre Zeitangabe
  erfolgen, in der die Hausaufgaben normalerweise erledigt werden können.

2. Formulieren der Hausaufgaben:
- Der Lehrer muss Hausaufgaben eindeutig und verständlich formulieren und sie mit
  einem eindeutigen Arbeitsauftrag verbinden. Dabei muss er gegebenenfalls
  Lösungswege mit den Schülern erörtern. Hierfür muss er sich die nötige Zeit
  innerhalb der Stunde nehmen.
- Er muss den Schülern genügend Zeit geben, Hausaufgaben zu notieren.
- Der Lehrer darf nicht davon ausgehen, dass den Schülern bei der Erledigung der 
  Hausaufgaben geholfen wird.
- Wegen der unterschiedlichen Belastbarkeit einzelner Schüler und im Interesse der
  individuellen Förderung können Hausaufgaben differenziert werden.
- Bei Internetrecherchen ist darauf zu achten, dass genügend Vorlauf gegeben wird,
  weil nicht alle Schüler Internetzugang zu Hause haben. Darüber hinaus sollen
  möglichst konkrete Webseiten benannt werden, um den Suchvorgang zu erleichtern
  und die Recherche pädagogisch zu begleiten.

Hausaufgaben kontrollieren
- Hausaufgaben müssen kontrolliert und honoriert werden
- Schülern muss die Möglichkeit eingeräumt werden, ohne Angst vor einer schlechten
  Bewertung dem Lehrer mitzuteilen, dass Aufgaben zu umfangreich oder zu 
  schwierig waren und demzufolge nicht bewältigt werden konnten.

Konsequenzen
- Wenn dreimal die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, erfolgt eine schriftliche
  Mitteilung an die Eltern (Kopie des Elternbriefs an den Klassenlehrer).
- Regelmäßige Rücksprache mit den Eltern

Regelmäßige Rücksprachen zwischen den Eltern und Schülern und Kollegen sind wichtig, damit im Zuge des Ganztags und der besonderen Herausforderungen der G8 Jahrgänge Hausaufgaben nicht zu viel Raum einnehmen und die Belastungen der Schüler nicht zu hoch werden. Individuelle Absprachen in den Klassenlehrerteams sind wichtig, z.B: weil jede Klasse an den Tagen mit verpflichtenden Unterricht am Nachmittag unterschiedliche Fächer haben, Langtage an Tagen hintereinander liegen etc.. 

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